Regionalwahlen in Frankreich: Rechtsextreme bei 28 Prozent

Aktualisiert

Regionalwahlen in Frankreich: Rechtsextreme bei 28 Prozent

Bei der Regionalwahl im Elsass haben die Rechtsextremen einer ersten Prognose zufolge am Sonntag mehr als 28 Prozent der Stimmen errungen.

Nach den am Sonntagabend vorgelegten Daten des Instituts Ipsos-Dell für die französischen Medien France 2, «Le Point» und Europe 1 kamen die rechtsextremen Parteien in der ersten Wahlrunde auf 28,2 Prozent der Stimmen.

Die rechtsbürgerlichen Pariser Regierungsparteien UMP und UDF lagen demnach im Elsass mit 33,4 Prozent vorn, Sozialisten und Grüne landeten bei 21,2 Prozent.

Den Berechnungen zufolge erhielt allein der fremdenfeindliche Front National von Jean-Marie Le Pen im Elsass 18,9 Prozent. Ihre regionale Konkurrentin «Alsace d'abord» (»Das Elsass zuerst») kam demnach auf 9,3 Prozent. Beide Listen hatten im Vorfeld kategorisch ausgeschlossen, zur entscheidenden Wahlrunde am kommenden Sonntag zusammenzugehen.

Im elsässischen Dörfchen Eywiller, das mit dem Rekordwert von 45,6 Prozent für Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2002 Schlagzeilen gemacht hatte, boykottierten diesmal mehr als 80 Prozent der 204 Wahlberechtigten die Wahl. (sda)

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