Freilaufende Hunde: Rehkitze leben gefährlich
Aktualisiert

Freilaufende HundeRehkitze leben gefährlich

Derzeit bringen Rehe ihre Kitze zur Welt. Doch freilaufende Hunde sind eine grosse Gefahr für die Bambis – jedes Jahr werden in der Zentralschweiz mehrere totgebissen.

von
Guy Studer

«Jetzt ist die heikle Zeit», sagt Otto Holzgang von der Jagdverwaltung des Kantons Luzern. Etwa Mitte Mai bis Mitte Juni werden Rehkitze geboren. Und Jahr für Jahr überleben viele Kitze ihre ersten Monate nicht. Grund dafür sind laut Holzgang auch Hunde, die nicht angeleint werden. «In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 10 bis 14 Jungtiere von Hunden gerissen», sagt Holzgang. «Hundehalter behaupten stets, ihre Hunde würden nichts tun und sie hätten sie im Griff», sagt Walter Steffen, Präsident der Revierjagd Luzern, «doch Hunde haben nun einmal einen Jagdinstinkt – auch die gut erzogenen.» Deshalb mahnen er und Holzgang: «Hundehalter sollten ihre Hunde gerade jetzt im Wald und in Waldnähe immer an die Leine nehmen.»

Heinz Gut, Präsident des Kynologischen Vereins Luzern, ärgert sich ebenfalls über fehlbare «Hündeler»: «Es gibt immer schwarze Schafe, die unseren Ruf zerstören.» Seine Forderung geht noch weiter: «Hunde sollten im Wald das ganze Jahr hindurch angeleint werden.»

Deine Meinung