Aktualisiert 28.11.2013 07:16

Kunst, Wein, GoldReiche verstecken Vermögen in Zollfreilagern

Zollfreilager in der Schweiz werden immer beliebter. Reiche wollen dort ihr Vermögen vor den Steuerbehörden verstecken.

von
Laura Frommberg
Koffer mit Bargeld: Selbst Geld sollen Kunden in die Lager gebracht haben.

Koffer mit Bargeld: Selbst Geld sollen Kunden in die Lager gebracht haben.

Nur Bares ist Wahres? Von wegen: Wirtschaftskrise, Kurskapriolen und strengere Steuerbehörden haben vielen Anlegern die Liebe zum Geld versauert. Um ihr Vermögen zu bewahren, investieren sie also. In Edelmetalle, Kunst, Schmuck.

Und diese Schätze bringen viele Superreiche neuerdings statt in den Banktresor lieber an einen anderen Ort: in Zollfreilager. Denn, auch wenn die Lager ihre Mieter offiziell registrieren müssen - ausländische Behörden haben keinen Zugang zu ihren Informationen. Und dadurch auch keine Steuerfahnder.

Immer beliebter

Bei den Betreibern der Zollfreilager bemerkt man eine wachsende Beliebtheit. «Die Nachfrage steigt immer weiter», sagt Franco Momente von Natural Le Coultre, einem Genfer Betreiber, zu 20 Minuten. In der Schweiz gibt es insgesamt sechs Zollfreilager. In einem Bericht des britischen Magazins «Economist» heisst es gar, dass die Lager angesichts der vielen Kunden aus allen Nähten platzen.

«Viele Kunden vertrauen auf die Schweizer Standorte», erklärt Momente, denn hierzulande habe man fundierte und langjährige Erfahrungen. Die Diskretion sei hingegen kein Grund für die Zunahme an Kundschaft, glaubt er. Doch eine informierte Quelle aus einer Schweizer Grossbank sagt gegenüber 20 Minuten, dass schon einige Superreiche zugegeben hätten, so zu handeln.

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