Luzern: Reihenweise zerkratzte Autos – lassen hier Parkplatzsucher ihren Frust los?

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LuzernReihenweise zerkratzte Autos – lassen hier Parkplatzsucher ihren Frust los?

Im Luzerner Tribschen-Quartier werden seit Monaten Autos zerkratzt. Ein vermuteter Grund dafür: Wegen Baustellenarbeiten sind viele Zonenparkplätze weggefallen. Dies sorgte unter den Anwohnenden für eine angespannte Stimmung.

von
Vanessa Federli
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In diesem Jahr mussten die Anwohnenden des Tribschen-Quartiers einiges mitmachen. So erlebten sie nebst Baustellenlärm und Trinkwasserverunreinigung eine Parkplatz-Knappheit aufgrund der Bauarbeiten. Das alles führte zu einer angespannten Stimmung.

In diesem Jahr mussten die Anwohnenden des Tribschen-Quartiers einiges mitmachen. So erlebten sie nebst Baustellenlärm und Trinkwasserverunreinigung eine Parkplatz-Knappheit aufgrund der Bauarbeiten. Das alles führte zu einer angespannten Stimmung.

20min/News-Scout
Ende April parkierte K.N. ihr Auto in einer Privatstrasse mit gültiger Parkkarte. Als sie am darauffolgenden Morgen zur Arbeit wollte, entdeckte sie tiefe Kratzer auf der rechten Seite ihres Saabs. 

Ende April parkierte K.N. ihr Auto in einer Privatstrasse mit gültiger Parkkarte. Als sie am darauffolgenden Morgen zur Arbeit wollte, entdeckte sie tiefe Kratzer auf der rechten Seite ihres Saabs. 

20min/News-Scout
Nebst den üblen Kratzern hat N. auch Hassnachrichten auf der Windschutzscheibe vorgefunden. Bis heute weiss sie nicht, wer dahinter steckt. Sie vermutet aber, dass es sich um einen Anwohner oder um eine Anwohnerin handelt, dem oder der es den «Deckel gelupft» hat.

Nebst den üblen Kratzern hat N. auch Hassnachrichten auf der Windschutzscheibe vorgefunden. Bis heute weiss sie nicht, wer dahinter steckt. Sie vermutet aber, dass es sich um einen Anwohner oder um eine Anwohnerin handelt, dem oder der es den «Deckel gelupft» hat.

20min/News-Scout

Darum gehts

Baustellen-Lärm, Trinkwasserverunreinigung und zerkratzte Autos: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Tribschen-Quartiers mussten diesen Sommer einiges aushalten. Die Stimmung war «sehr angespannt», wie die Anwohnerin K.N.* gegenüber 20 Minuten erzählt. Die grossflächige Baustellenarbeit hat viele Zonenparkplätze in Beschlag genommen, was unter den Anwohnenden für riesigen Ärger sorgte. Das bekam auch N. zu spüren. So musste sie Ende April ausnahmsweise ausserhalb ihrer üblichen Parkzone parkieren, nämlich in der Studhaldenstrasse – mit einer gültigen Parkkarte. Als sie am darauffolgenden Morgen zur Arbeit fahren wollte, bot sich ihr ein trauriger Anblick: Auf der rechten Seite ihres Saabs zeichneten sich tiefe Kratzer. Ausserdem zierten selbstgeschriebene Hassnachrichten wie «Arschloch» die Windschutzscheibe.

«Schockiert hat mich vor allem, mit welcher Heftigkeit das passiert ist», erzählt N. «So als wären die Kratzer verursacht worden, damit sie richtig schmerzen und teuer zu beheben sind», sagt sie betroffen. Nach dem Vorfall haben sie und ihr Partner fünf weitere beschädigte Autos mit ähnlich auffälligen Kratzern entdeckt. Den Schaden am Fahrzeug habe N. bis heute nicht beheben lassen: «Das würde sich bei dem alten Auto gar nicht mehr lohnen. Und da ich keine Vollkasko habe, müsste ich alles selbst bezahlen». Wer ihr Auto beschädigt hat, weiss N. bis heute nicht. Sie vermutet aber, dass es wohl einem Quartierbewohner oder einer -bewohnerin den «Deckel gelupft» haben muss. 

Anzeige gegen Unbekannt 

N. hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Diese konnte auf Nachfrage nicht bestätigen, dass während der Sommermonate vermehrt Anzeigen wegen Sachbeschädigung in diesem Quartier erstattet worden sind. Es gibt wohl auch Betroffene, die den Schaden am Fahrzeug gar nicht erst gemeldet haben. So wie eine weitere Anwohnerin, mit der die Redaktion gesprochen hat. Auch ihr Auto wurde zerkratzt. Sie bemerkte es jedoch erst einige Tage später und dachte, es handle sich um ein Versehen von spielenden Kindern. Seit etwa einem Monat hat sich die Lage im Quartier wieder entspannt. Die Bauarbeiten sind beendet und somit hoffentlich auch der Kampf um die Parkplätze.

* Name der Redaktion bekannt.

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