Zürich: Reine Luft dank Nano-Filter im Taxi
Aktualisiert

ZürichReine Luft dank Nano-Filter im Taxi

Zürcher Taxi-Kunden sollen reine Luft einatmen: Dafür sorgt das Taxiunternehmen 444
neuerdings mit Nano-Filtern in den Fahrzeugen.

von
Regina Ryser
Bessere Luft im Taxi: Das Unternehmen 444 installiert in 20 Fahrzeugen Nano-Filter (rechtes Bild). (rry)

Bessere Luft im Taxi: Das Unternehmen 444 installiert in 20 Fahrzeugen Nano-Filter (rechtes Bild). (rry)

Autofahren kann die Gesundheit schädigen: Mehrere Messungen zeigen, dass die Belastung durch Nano-Partikel im Wagen bis zu 20-mal höher ist als am Strassenrand. «Ein Auto ist ein fahrender Staubsauger – er saugt winzige Partikel in die Kabine», erklärt Otto Brändli, Präsident der Lungenliga Zürich. Am meisten schädliche Partikel atmet der Lenker im Milchbuck- und Gubristtunnel ein: «Wer im Tunnel im Stau steht, raucht sozusagen unfreiwillig drei Zigaretten», sagt Markus Kasper von Matter Engineering, die den Nano-Filter entwickelt hat.

Den setzt Taxi 444 nun ein: In fünf Öko-Taxis wurde der neu entwickelte Nano-Filter bereits eingebaut, in den nächsten Tagen werden weitere fünfzehn Fahrzeuge damit ausgerüstet. «Die Luft in unseren Taxis ist nun so rein wie im Wald», schwärmt Taxi-444-Direktor Remo Santi. Das spürten auch die Taxifahrer: «Einer klagte stets nach der Arbeit über Halsschmerzen und Schnupfen – seit dem Einsatz des Filters sind die Beschwerden weg.»

Brändli erstaunt dies nicht: «Die winzigen Partikel können tief in die Lunge dringen und sogar bis ins Hirn gelangen.» Sie werden gar mit Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht. Die Filter-Taxis sind mit einem Kleber gekennzeichnet. Während sechs Monaten wird in ihnen die Feinstaub-Belastung gemessen. Finanziert wird das Pilotprojekt von der Lungenliga.

Deine Meinung