Leser im Pech : Reise von Paris nach Genf wird zur Odyssee
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Leser im Pech Reise von Paris nach Genf wird zur Odyssee

Ein Leser-Reporter war auf dem Weg von Paris nach Genf. Mehrere Vorfälle liessen die Reise unendlich erscheinen.

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qll/20minutes
Nachdem der TGV-Zug in einen Eber prallte, kam es zur ersten Verspätung. (Bild: Symbolbild)

Nachdem der TGV-Zug in einen Eber prallte, kam es zur ersten Verspätung. (Bild: Symbolbild)

Die Rückkehr eines Leser-Reporters von seinem Aufenthalt in Paris wurde am Mittwochabend zu einer wahren Irrfahrt. Der Mann sollte eigentlich um 21.25 Uhr am Bahnhof Genf-Cornavin ankommen. Stattdessen erreichte er sein Ziel erst kurz vor 1 Uhr. Dazu führten mehrere Vorfälle.

Der erste Rückschlag erfolgte, als der TGV-Zug mit einem Eber kurz vor Bourg-en-Bresse (F) zusammenprallte. «Der Zug wurde für die Inspektion über eine Stunde blockiert», erzählt der Leser-Reporter. «Dann sind wir ganz langsam weitergefahren.» Wegen des Schadens konnte der Zug nur noch mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h rollen, wie das Unternehmen TGV Lyria auf Anfrage bestätigt.

383 Passagiere betroffen

Doch nur wenige Kilometer später musste der Zug bei Bourg-en-Bresse anhalten. Der Grund: An einem Tunnel fanden über Nacht Bauarbeiten statt. Die 385 Passagiere wurden dann per Bus weitergeführt. Doch die Reise war noch lange nicht vorbei.

«Wir konnten die Autobahn nicht nehmen, weil auch diese wegen Reparaturen geschlossen war», erzählt der 30-Jährige. «Wir hätten zwar über die Landstrasse fahren können, aber auch dort fanden Reparaturen statt und Schwergewichtler konnten nicht durchfahren. Ich dachte, wir kämen nie an.»

«Es war wirklich Pech»

Am Ende mussten die Reisenden, die nach Genf wollten, über Annecy (F) fahren, um dann im nächsten Schritt den Genfer Bahnhof Cornavin zu erreichen. Dreieinhalb Stunden nach der voraussichtlichen Ankunftszeit. «Es war wirklich Pech», sagt der Leser-Reporter.

Eine solche Verzögerung gebe es auf dieser Linie kaum. TGV Lyria registrierte dieses Jahr nur fünf solcher Verspätungen. Auch gebe es wenige Zusammenstösse mit Tieren: 2016 seien vier Vorfälle registriert worden.

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