Aktualisiert 14.03.2011 23:07

Japan in TrümmernReisebüros reagieren auf die Katastrophe

Nachdem das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ausdrücklich von Reisen in gewisse Gebiete Japans abrät, zeigen sich die Reiseveranstalter kulant.

Bei Hotelplan kann man kostenlos von Japan-Reisen zurücktreten, wie Valentin Handschin, Mediensprecher von Hotelplan Suisse, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Vorderhand gelte das Angebot für Reisen mit Abflugdatum bis und mit am 27. März.

Davon betroffen seien 23 Reisende - bei allen sei die Änderung bereits erledigt, sagte Handschin: Einige hätten sich selbst gemeldet, die übrigen habe das Reisebüro von sich aus kontaktiert. Je nach individuellen Wünschen seien die Abflüge vorerst einmal verschoben worden oder die Kunden hätten auf andere Destinationen umgebucht.

Japan-Reisen laufen laut Handschin vor allem unter der Marke «Wettstein», dem Hotelplan-Asienspezialisten. Unter der eigenen Marke führe man keine entsprechenden Angebote.

Um ein Haar der Killerwelle entkommen

Auch bei TUI Suisse kann man Abreisen bis und mit 31. März gebührenfrei stornieren oder umbuchen, wie der Veranstalter mitteilte. Die Änderung späterer Abflüge werde vorderhand nach den üblichen Bedingungen gehandhabt. Die Kunden oder Buchungsstellen würden kontaktiert, damit das weitere Vorgehen besprochen werden könne.

Mutter vermisst nach Tsunami ihre Tochter

TUI sei mit den lokalen Partnern laufend in Kontakt, heisst es in der Mitteilung. Man verfolge die Entwicklung aufmerksam. Zur Zeit befänden sich keine Kunden in Japan.

Das Leiden auf dem Trümmerfeld

Noch kein Entscheid bei Kuoni

Noch keine Entscheidung über das Vorgehen bei Japanreisen ist beim Reiseveranstalter Kuoni gefallen. Man wolle noch ein paar Tage zuwarten, wie sich Versorgungslage und die Atombedrohung entwickle, sagte Mediensprecher Peter Brun.

Kuoni habe kein ausgedehntes Japan-Programm im Angebot, so Brun. Erst im April starte eine Rundreise durch Südjapan, zu der auch ein Chinabesuch gehöre. Bisher hätten etwa ein Dutzend Reisende dieses Angebot gebucht.

Im Laufe dieser Woche werde Kuoni «aktiv auf diese Personen zugehen» und mit ihnen das weitere Vorgehen planen und individuell über Umbuchungen oder Reiserücktritte sprechen. Ob solche Umbuchungen oder Rücktritt dann kostenfrei seien, werde man ebenfalls erst in ein paar Tagen entscheiden, sagte Brun. (sda)

Wie denken Sie über Kernenergie?

Haben die Ereignisse Ihre Einstellung zur Atomenergie beeinflusst? Sollte die Schweiz aus der Kernenergie aussteigen? Und sollten alternative Energieformen stärker gefördert werden? Nehmen Sie teil an der grossen Umfrage!

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.