All incl. oder auch nicht: Reisegeschäft bietet «Impf-Ferien» in Dubai an
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All incl. oder auch nichtReisegeschäft bietet «Impf-Ferien» in Dubai an

Die Firma von Stuart McNeill bietet Luxusreisen für sehr Reiche an. Das neueste Angebot aber ist derart gefragt, dass sie dreiwöchige Impf-Reisen jetzt auch den weniger Vermögenden offeriert.

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Dreiwöchige «Impf-Ferien» in Dubai gibt es in einer Luxusvariante und in einer kostengünstigeren ab 13’000 Franken.

Dreiwöchige «Impf-Ferien» in Dubai gibt es in einer Luxusvariante und in einer kostengünstigeren ab 13’000 Franken.

AFP
«Knightsbridge Circle»-Gründer McNeill  bietet dies für Personen über 65 Jahren oder mit einer Vorerkrankung an. 

«Knightsbridge Circle»-Gründer McNeill bietet dies für Personen über 65 Jahren oder mit einer Vorerkrankung an.

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McNeill überlegt sich, das Angebot seiner Impf-Reisen auszuweiten. 

McNeill überlegt sich, das Angebot seiner Impf-Reisen auszuweiten.

Screenshot Knightsbridge Circle

Von Impfskepsis spürt Stuart McNeill nichts, im Gegenteil. Sein «Knightsbridge Circle», der sich auf Luxusreisen für ganz Reiche spezialisiert, hat in wenigen Wochen 2000 neue Mitgliedschaftsanfragen erhalten. Die Eintrittsgebühr des exklusiven Reisezirkels – es sind offenbar nicht mehr als 50 Mitglieder – liegt bei umgerechnet 30’000 Franken pro Jahr. Dafür kriegen sie Exklusivitäten wie etwa ein Mittagessen mit dem Papst.

Der Grund für das erhöhte Interesse: Das Reisebüro für die Superreichen bietet seit Anfang Januar für umgerechnet 48’000 Franken dreiwöchige «Impf-Ferien» in Dubai an, Erste-Klasse- Flug, Biontech-Impfung in Privatkliniken und Luxusunterkunft mit Koch und Personal inklusive.

So lässt sich die Zeit zwischen den beiden Spritzen angenehm vertun. Allerdings richte sich das Angebot nur an Klienten über 65 Jahre oder an Personen mit belegbaren Vorerkrankungen, so McNeill zum «Daily Telegraph».

Impf-Reisen auch für Nicht-Mitglieder

Jetzt setzt das Unternehmen noch eins drauf. Für umgerechnet etwas über 13’000 Franken bietet es Impf-Reisen nach Dubai auch Nicht-Mitgliedern über 65 Jahren an. Das Drei-Wochen-Package umfasst aber lediglich die beiden Impfungen, den Transport zu den Impfzentren und vom und zum Flughafen in Dubai. Die internationalen Reisebeschränkungen lassen sich umgehen, solang man das Ganze als Geschäftsreise deklariert.

«Knightsbridge Circle»-Gründer McNeill hat noch mehr vor. Er will Reisen auch anderswo anbieten, etwa in Indien und Madagaskar. «Manche Kunden überlegen, nach Indien zu fliegen, die erste Spritze zu bekommen, nach Madagaskar weiterzufliegen und später für die zweite Spritze wiederzukommen», so McNeill.

Der «New York Times» verriet der Brite zudem, dass mehrere Privat-Jet-Firmen sich gemeldet und Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet hätten: Offenbar ging es dabei um Flüge und Transport für die Geimpften des Paketes.

In Grossbritannien läuft derweil das nationale Impfprogramm auf Hochtouren. Die Briten impfen derzeit 200 Personen pro Minute, wie das «SRF» schreibt. Drei Viertel der über 80-Jährigen hätten eine erste Impfdosis erhalten, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Alle 30 Sekunden wird ein Covid-Patient ins Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Menschen, die in Grossbritannien an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, nähert sich der Marke von 100’000.

Impfskepsis in Europa nimmt ab

Je länger und je mehr geimpft wird, desto mehr scheint sich die Impfskepsis in Europa zu legen. Das legen zumindest Daten des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov nahe, die «The Guardian» veröffentlicht hat. So stieg in acht von neun untersuchten europäischen Ländern der Anteil der Impfwilligen von Mitte November bis Mitte Januar deutlich an. Selbst das besonders impfskeptische Frankreich verzeichnet demnach einen klaren Aufwärtstrend: Mitte November stimmten in der Umfrage 32 Prozent einer Corona-Impfung zu, Mitte Dezember waren es vorübergehend nur noch 24 Prozent, vier Wochen später aber bereits 46 Prozent aller Befragten.

(gux)

Deine Meinung

51 Kommentare
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Burj Al Arab

26.01.2021, 16:21

Klasse, dann fliegen wir doch nach Dubai. Wie es scheint haben sie dort genügend Impfdosen vorrätig, was man ja, glaubt man den Berichten, von uns nicht behaupten kann. Mich würde wirklich interessieren was denn die zuständigen Beamten in der ganzen Zeit getan haben? Einfach mal abwarten bis es vorbei ist? Echt jetzt.

Harem

26.01.2021, 09:00

Der Glaube mit viel Geld Gesundheit zu kaufen hat noch nie geklappt. Wer sich in Dubai impfen lässt, hat keine Gewähr dass er nicht an Corona erkrankt oder gar nach der Impfung verstirbt.

Sticker Fan

26.01.2021, 07:18

Ein Grund mehr nicht nach Dubai zu fliegen.