Reisewarnung für die Türkei
Aktualisiert

Reisewarnung für die Türkei

Mehrere westliche Staaten haben vor Reisen nach Istanbul gewarnt. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat bisher keinen Entscheid getroffen.

Die britische Regierung warnte vor Reisen nach Istanbul und erklärte, auch für die restliche Türkei bestehe weiterhin eine «erhebliche Terrorismus-Bedrohung».

Nach Angaben britischer Reiseveranstalter halten sich gegenwärtig schätzungsweise 100 Touristen aus Grossbritannien in Istanbul auf. Die Mehrheit der 1,5 Millionen Briten, die jährlich in die Türkei fliegen, besuchten jedoch die Ferienorte an den Küsten des Landes.

Auch das spanische Aussenministerium riet von Reisen in die türkische Metropole am Bosporus ab. «In der jetzigen Situation erscheint es nicht angebracht, nach Istanbul zu reisen», teilte das Ministerium in Madrid mit.

Die Schweiz prüft zurzeit die Lage, wie es auf Anfrage beim EDA hiess.

Fast 400 Verletzte

Bei den zwei Selbstmord-Anschlägen vom Donnerstagmorgen sind nach offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen getötet worden, 14 davon bei der Explosion nahe dem britischen Konsulat.

Rund 390 Menschen seien in Spitäler eingeliefert worden, liess der Gouverneur von Istanbul in einer Erklärung mitteilen. Den zweiten Anschlag hatte es beim türkischen Sitz der britischen Investmentbank HSBC gegeben.

(sda)

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