Aktualisiert 01.07.2016 12:51

Oberbürgermeisterin von Köln

Reker-Attentäter zu 14 Jahren Haft verurteilt

Der Mann, der die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit einem Messer schwer verletzt hat, muss 14 Jahre ins Gefängnis.

von
pat
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Die Politikerin befindet sich ausser Lebensgefahr: Ein Polizist am Tatort in Köln. (17. Oktober 2015)

Die Politikerin befindet sich ausser Lebensgefahr: Ein Polizist am Tatort in Köln. (17. Oktober 2015)

Keystone
Mehrere Polizeibeamte sind vor Ort, der Täter konnte verhaftet werden. (17. Oktober 2015)

Mehrere Polizeibeamte sind vor Ort, der Täter konnte verhaftet werden. (17. Oktober 2015)

Keystone
War nach der Tat ansprechbar: Henriette Reker, Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt.

War nach der Tat ansprechbar: Henriette Reker, Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt.

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Gut acht Monate nach dem Messerangriff auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den Attentäter Frank S. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der 45-Jährige habe sich des versuchten Mords in Tateinheit mit Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht, sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza am Freitag in der Urteilsbegründung.

«Er wollte ein Signal gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung setzen», sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza in ihrer Urteilsbegründung. «Er wollte ein Klima der Angst schaffen und die Politik beeinflussen.»

Reker lag im künstlichen Koma

Das Gericht blieb damit unter dem Strafantrag der Bundesanwaltschaft, die auf lebenslange Haft plädiert hatte. S. hatte in dem Prozess gestanden, Reker am 17. Oktober 2015 einen Tag vor ihrer Wahl zur neuen Kölner Stadtchefin an einem Wahlkampfstand in Köln-Braunsfeld mit einem Jagdtmesser angegriffen und niedergestochen zu haben. Eine Tötungsabsicht bestritt er allerdings.

Zugleich gab S. an, dass er mit der Tat ein Zeichen gegen eine ihm verhasste Flüchtlingspolitik habe setzen wollen. Die bei dem Attentat lebensgefährlich verletzte Reker war als damalige Kölner Sozialdezernentin für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen zuständig. Die zu Tatzeit 58-Jährige musste notoperiert werden und lag mehrere Tage im künstlichen Koma. (pat/afp)

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