6500 Objekte: Rekord für das Luzerner Fundbüro
Aktualisiert

6500 ObjekteRekord für das Luzerner Fundbüro

Im vergangenen Jahr sind im Luzerner Fundbüro 6500 Gegenstände abgegeben worden – so viele wie noch nie. Noch immer auf ihren Eigentümer wartet eine mannshohe Koch-Figur.

von
Guy Studer

«So viele Fundstücke wie 2009 wurden noch nie abgegeben», sagt Josef Fischer, Leiter des Luzerner Fundbüros. Ein möglicher Grund sei, dass immer mehr Geschäfte liegengebliebene Gegenstände ins Fund­büro bringen würden anstatt sie zu horten, bis die Kunden sie wieder abholten.

Bei den meisten Fundstücken handelt es sich um Portemonnaies, Schlüssel und Handys, deren Besitzer leicht ausfindig zu machen sind. Nicht in diese Kategorie gehört die mannshohe Kunststoffstatue in Form eines italienischen Kochs. «Sie wurde zwischen Weihnachten und Neujahr in der Tribschenstrasse gefunden», so Fischer.

Ebenfalls kurios, aber weniger harmlos war ein Fund im Kanton Zug: Dort wurde letztes Jahr ein Sturmgewehr abgegeben. «Ausserdem kommen immer wieder Leute mit herrenlosen Hunden ins Fundbüro», sagt Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Polizei.

Die Fundstücke werden jeweils ein Jahr aufbewahrt, ­bevor sie ins Brockenhaus wandern oder veräussert ­werden. Völlig wertlose oder beschädigte Sachen werden vernichtet.

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