Steigende Zahlen in Zürich: «Rekordhohe» Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe
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Steigende Zahlen in Zürich«Rekordhohe» Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist weiter angestiegen. Besonders hoch ist sie im Gastgewerbe.

von
Thomas Mathis
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Die Gastrobranche leidet besonders unter den Corona-Massnahmen – das zeigen auch die Arbeitslosenzahlen des Kantons Zürich.

Die Gastrobranche leidet besonders unter den Corona-Massnahmen – das zeigen auch die Arbeitslosenzahlen des Kantons Zürich.

20min/Sofie Erhardt
Mit 11,4 Prozent ist sie im Branchenvergleich am höchsten.

Mit 11,4 Prozent ist sie im Branchenvergleich am höchsten.

20min/Sandro Spaeth
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent angestiegen.

Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent angestiegen.

20min/SonjaMulitze

Darum gehts

  • Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist erneut angestiegen auf 3,6 Prozent.

  • Mit 11,4 Prozent besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe.

  • Die Aussichten sind laut dem Kanton getrübt.

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich nimmt erneut zu. Die Quote für den Januar beträgt 3,6 Prozent. Das ist ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten. «Die Wirtschaftslage im Kanton hat sich weiter verschlechtert», heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Die Unternehmen würden mit einem weiteren Stellenabbau rechnen. Zu Jahresbeginn seien steigende Zahlen in saisonal geprägten Branchen üblich. Ein Drittel sei aber auf das eingetrübte konjunkturelle Umfeld zurückzuführen.

Den stärksten Anstieg verzeichnete laut der mitgeteilten Zahlen das Gastgewerbe. Die Zunahme im Gastgewerbe fiel aussergewöhnlich stark aus (+329). Der Kanton spricht von einer «rekordhohen Arbeitslosigkeit». «Neben dem saisonalen Anstieg dürften die behördlichen Betriebsschliessungen zum Anstieg beigetragen haben», heisst es. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 11,4 Prozent und war damit so hoch wie in keiner anderen Branche. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Gastgewerbe mehr als verdoppelt.

30’756 Personen sind gemeldet

Auch das Baugewerbe (+155) und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+140) verzeichneten saisonal bedingt mehr Arbeitslose. Leicht rückläufig war die Arbeitslosigkeit bei den Banken (-32), in der Informatik (-30) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (-18).

Ende Januar waren im Kanton Zürich 30‘756 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 928 Personen mehr als im Vormonat. Mit der derzeitigen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent liegt das Niveau weiterhin 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Getrübte Aussichten

Die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen habe sich im Januar weiter verschlechtert, steht in der Mitteilung. Laut der KOF-Konjunkturforschungsstelle stufen im Gastgewerbe inzwischen fast alle Befragten die Geschäftslage als «schlecht» ein. Die Beschäftigungsaussichten würden auf einen weiteren Stellenabbau hindeuten: «Für das erste Quartal 2021 rechnen fast alle Branchen mit weniger Personalbedarf, allen voran das Gastgewerbe. Nur einzelne Dienstleistungsbranchen gehen davon aus, wieder mehr Beschäftigte einzustellen.»

Dennoch zeigten die Umfrageergebnisse der KOF-Konjunkturforschungsstelle auch, dass sich die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr leicht aufhellen. «Inwieweit der Arbeitsmarkt davon profitieren kann, bleibt abzuwarten.»

RAV geschlossen

Pandemiebedingt sind die RAV im Kanton Zürich seit 18. Januar und bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Anmelde- und Beratungsgespräche finden telefonisch oder via Videokonferenz statt.

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