Regen-Wetter: Rekordregen und kein Ende in Sicht
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Regen-WetterRekordregen und kein Ende in Sicht

Trübe Aussichten: Auch diese Woche bleibt es mehrheitlich nass und grau.

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bz/sep
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Im Frühling 2016 ziehen immer wieder heftige Unwetter über die Schweiz. Auch der Juni startete mit strömendem Regen und Gewittern. So sah es in der Stadt Zürich kurz vor dem Starkregen aus (05. Juni 2016).

Im Frühling 2016 ziehen immer wieder heftige Unwetter über die Schweiz. Auch der Juni startete mit strömendem Regen und Gewittern. So sah es in der Stadt Zürich kurz vor dem Starkregen aus (05. Juni 2016).

Leser-Reporter
Gewitterstimmung herrschte auch am Schauenberg ZH.

Gewitterstimmung herrschte auch am Schauenberg ZH.

Leser-Reporter/michelphotography.ch
So zeigte sich der Niederschlagsradar während des Unwetters über Zürich.

So zeigte sich der Niederschlagsradar während des Unwetters über Zürich.

Das Tief Friederike hat die Schweiz fest im Griff. Seit Tagen wechseln sich Schauer mit Gewittern ab, es ist nass und grau. Dabei hat am 1. Juni der meteorologische Sommer angefangen. Anders sieht es aber am Montag aus: «Das ist der beste Tag», kündigt Nicola Möckli, Meteorologe bei Meteonews an. Dann kletterten die Temperaturen im Flachland auf 23 bis 24 Grad. «Das Schauer- und Gewitterrisiko ist im Flachland sehr klein.»

Doch bereits am Dienstag kippt das Wetter wieder. «Im Laufe des Tage wird es Schauer und Gewitter geben.» Durch die spärlichen Bewegungen in der Atmosphäre sei es gut möglich, dass die Gewitterzellen stehenblieben. «Kräftige Schauer und Gewitter sind nicht auszuschliessen.»

Trüb sehen auch der Mittwoch und Donnerstag aus. «Es ist bewölkt und immer wieder nass.» Ein kleiner Lichtblick ist der Freitag. «Dann kommt ein Mini-Mini-Hoch», so Möckli. Es sei mehrheitlich trocken und recht sonnig mit Temperaturen zwischen 23 und 24 Grad. Doch bereits am Wochenende soll das Tief zurück sein. Möckli empfiehlt: «In den nächsten Tagen sollte man sich die schönen Momente herauspicken und geniessen.»

«Regen-Rekord im Mai gebrochen»

Das unbeständige Wetter hat die Schweiz seit dem 28. Mai im Griff. Am 27. Mai war es mit 25 Grad das letzte Mal richtig warm. Seither verzeichnet Meteonews sieben Regentage.

Unwetter zieht über Europa

Das hatte Folgen. Immer wieder warnten die Behörden vor Hochwasser, in zahlreichen Gebieten wurden Keller überflutet und Strassen durch Erdrutsche blockiert. Gewässer traten über die Ufer und sorgten so für etliche Einsätze der Feuerwehr.

In Lüchingen SG wurde am Sonntag eine Strasse überflutet:

Gestern Lüchingen St. GALLEN. LG Loda

Im Mai gab es laut Möckli zwei Mal drei Tage und im Juni drei Tage, an denen es in der Schweiz hintereinander immer wieder schüttete. «Dieses Jahr wurde bei der Niederschlagsmenge der Allzeit-Mai-Rekord gebrochen.» Die Messstationen in Luzern und Thun hätten mehr als doppelt so viel Niederschlag gemessen als in einem durchschnittlichen Mai.

Die aktuelle Wetterprognose:

Morgenausgabe vom 06.06.2016

«Ein heisser Sommer ist noch möglich»

Meteonews-Kollege Roger Perret sagt: «Der Juni ist statistisch gesehen der nässeste Monat des Jahres.» So war auch in den letzten Jahren das Juniwetter unbeständig. Dies ist durch den sogenannten Monsun-Effekt zu erklären, bei dem ein Kampf zwischen der bereits warmen Luft aber dem noch kalten Ozean herrscht. «Jetzt scheint die Nässe aber doch über dem Normwert zu liegen», fügt der Meteorologe hinzu. Dass die Zahl der Niederschläge über dem Durchschnitt liegt, sei jedoch nicht völlig abnormal, sagt Möckli.

Fällt der Sommer ins Wasser? Die Meteorologen verneinen. Da der Juni der niederschlagsreichste Monat des Jahres ist, könne und solle man vom jetzigen Wetter nicht auf einen schlechten Sommer schliessen, so Perret: «Es ist noch alles möglich. Man darf die Hoffnung auf einen heissen Sommer nicht aufgeben.» Auch Möckli sagt: «Bis Ende August sind Hitzetage locker noch möglich.»

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