Cremonese : Rekordtransfer seines Clubs –  Schweizer Pickel will Serie A aufmischen

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Cremonese Rekordtransfer seines Clubs –  Schweizer Pickel will Serie A aufmischen

Charles Pickel hat einen neuen Verein gefunden. Der Mittelfeldspieler wird in einer der besten europäischen Ligen spielen. 

von
Sven Forster
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Charles Pickel spielt neu bei Cremonese in der Serie A. 

Charles Pickel spielt neu bei Cremonese in der Serie A. 

Cremonese
Er hat schon ein Testspiel für die Italiener absolviert. 

Er hat schon ein Testspiel für die Italiener absolviert. 

Cremonese
Pickel spielte mit seinen 25 Jahren schon bei vielen Clubs. Zuletzt bei Famalicão in der höchsten Liga von Portugal. 

Pickel spielte mit seinen 25 Jahren schon bei vielen Clubs. Zuletzt bei Famalicão in der höchsten Liga von Portugal. 

imago images/MB Media Solutions

Darum gehts 

  • Die Schweizer Fraktion in der Serie A erhält Zuwachs. 

  • Charles Pickel spielt ab sofort bei Cremonese. 

  • Da gratulieren auch die grossen Nati-Stars. 

Sechs Schweizer waren in der vergangenen Saison in der Serie A aktiv. Darunter die Nati-Stars Rodriguez, Freuler, Zakaria und Aebischer. In der kommenden Saison kommt ein siebter Name dazu. Der ehemalige FCB-Junior und GC-Spieler Charles Pickel hat vergangene Woche einen Vertrag bei Aufsteiger Cremonese unterschrieben. 

In der letzten Saison war der 25-Jährige ein Leistungsträger bei Famalicão in der höchsten portugiesischen Liga. Nur zwei Ligaspiele fehlte der defensive Mittelfeldspieler dem Team. Kein Wunder, steigerte er seinen Marktwert auf 2,5 Millionen Franken. Wie Pickel gegenüber 20 Minuten sagt, gab es einige Angebote aus Topligen, darunter auch von Bundesligisten. Der Solothurner hat sich aber für Cremonese entschieden.

Transfer für vier Millionen 

Pickel will sich so schnell wie möglich einen Stammplatz erkämpfen und viele Spiele absolvieren. Er meint: «Natürlich ist die Chance bei Cremonese auf einen Stammplatz grösser. Es ist aber überall schwierig. Ich bin da zum Lernen und Arbeiten und um einen Schritt weiterzukommen in meiner Karriere.» Der italienische Verein bezahlt gut vier Millionen Franken für Pickel. Er gilt als Rekordtransfer des Aufsteigers. Viel Druck? «Ich kann die Zahlen nicht bestimmen. Ich bin mit Druck immer besser gewesen und wenn das ein Druck ist, nehme ich den gerne mit.» 

Vier Jahre läuft der Vertrag nun beim italienischen Aufsteiger aus Cremona. Das ist auch eine Sicherheit für seine Familie. Mit seiner Verlobten hat Pickel zwei Kinder. Der Sohn ist erst vier Monate alt. Seine Familie ist derzeit noch in Portugal und wird vorerst auch dort bleiben. «Sie bleiben dort, bis ich eine Wohnung oder ein Haus gefunden habe. Im Hotel ist es jetzt sehr schwierig», erklärt Pickel. Der Wechsel von Famalicão sei für seine Partnerin nicht leicht. Pickel: «Sie ist sich Wechsel mit mir ja gewöhnt, ist aber auch etwas traurig. Wir haben in Portugal ein wirklich schönes Leben genossen.»

Mit Nati-Aufgebot die Familie stolz machen 

Zu seinem Wechsel in die Serie A gratulierten ihm auch zahlreiche Nati-Stars wie Breel Embolo, Eray Cömert und Manuel Akanji, die er schon lange kennt. «Ich habe mich sehr gefreut, das sind meine Freunde, die ich schon ewig kenne», sagt Pickel. Werden durch den Wechsel in die europäische Topliga auch Einsätze mit den Nati-Freunden plötzlich zum Thema? Bislang absolvierte der 25-Jährige zehn Spiele für die U-20-Auswahl der Schweiz. Der Mittelfeldspieler meint: «Die Nati ist für mich natürlich ein grosser Traum. So könnte ich meine ganze Familie stolz machen.» Im Vordergrund steht aber derzeit der Verein. Er wolle erst seine Leistung im Club bringen. «Wenn es dann passiert, dann Gott sei Dank, aber ich muss mit beiden Füssen am Boden bleiben», so Pickel weiter.

Ein Transfer von seinem Freund Akanji in die Serie A würde Pickel ebenfalls begrüssen. «Er spielt ja jetzt schon bei einem starken Club. Es kommt auf seine Karriere an. Es wird sich zeigen, aber ich würde mich natürlich freuen.» Mit Santiago Ascacíbar wechselte erst kürzlich ein grosser Name aus der Bundesliga zu Cremonese. Der vierfache argentinische Nationalspieler kommt auf Leihbasis zu Pickels Team und ist wie Pickel im defensiven Mittelfeld beheimatet. Für Pickel kein Problem: «Man will ja in einer konkurrenzfähigen Mannschaft spielen. Wenn solche Spieler kommen, ist man froh und kann von ihnen lernen.» 

Das Ziel von Cremonese in dieser Saison ist einfach – der Klassenerhalt soll her. Der ehemalige Hopper hat kein Team, auf das er sich am meisten freut: «Fast jedes Wochenende ist es ein Final. Ich freue mich auf jedes Spiel. Keines ist wichtiger, es geht für uns immer um alles.» Zum ersten Mal in einem Pflichtspiel im Einsatz wird Pickel wohl am 8. August stehen. Dann beginnt für Cremonese mit einem Cupspiel die Saison. 

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