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10000 Einwohner mehrRekordwachstum in Basel - dank Ausländern

In den Kanton Basel-Stadt sind in den letzten zehn Jahren über 10'000 Personen mehr zu- als weggezogen. Die SVP fordert Massnahmen, weil vor allem Ausländer zuwanderten.

von
Valeria Happel
An Sommertagen zeigt sich die Bevölkerungszunahme insbesondere am Kleinbasler Rheinufer.

An Sommertagen zeigt sich die Bevölkerungszunahme insbesondere am Kleinbasler Rheinufer.

Zu- und Abwanderungswelle gab es in Basel-Stadt in den vergangenen Jahren immer wieder. 2013 ging eine besonders hoch - es resultierte die höchste Zuzügerzahl der vergangenen Jahre, aber auch eine enorme Anzahl an Abwanderern. Dies zeigen die Auswertungen der Wanderungsanalyse, die das statistische Amt am Dienstag vorgestellt hat.

«Wir haben dadurch nur Vorteile in Basel, weil wir diese Arbeitskräfte brauchen. Sie sind das Fundament des wirtschaftlichen Erfolgs», sagt Thomas Kessler, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung. Der Wanderungsgewinn entspringt besonders der Zuwanderung aus dem Ausland, wobei Deutschland weiterhin der bedeutendste Herkunftsort ist. Nachfolgend stehen die USA und Spanien. Besonders aus der EU ist ein starker Zuwanderungsstrom sichtbar.

Vor allem Familien ziehen weg

Erstmals berücksichtigt die Statistik auch Asylsuchende und die vorläufig Aufgenommenen - Eritrea, Syrien und Afghanistan bilden die drei wichtigsten Herkunftsländer. Dabei ist gut jeder zehnte Asylsuchende erwerbstätig, obgleich die Annahme einer Arbeitsstelle eine Aufenthaltsdauer von mindestens 3 Monaten erfordert.

Ebenso wie die Herkunft werden auch Daten wie das Alter und die Wanderziele der Migrierenden erhoben. So wurde festgestellt, dass bei Zuzügern die Wanderlust Anfang Zwanzig am grössten ist. Dies zeigt sich in Basel dadurch, dass auch die Anzahl der Studierenden an der Universität Basel und an der FHNW im Erhebungszeitraum zwischen 2004 und 2013 anstieg. Auch auf die Abwanderung hat das Alter entscheidenden Einfluss, denn unmittelbar vor der Familiengründung verlassen die meisten Menschen den Stadtkanton.

SVP fordert Massnahmen

Die SVP weist darauf hin, dass der Kanton Basel-Stadt zwar seit 2004 einen Wanderungsgewinn von knapp 11`000 Personen zu verzeichnen hat, die Bestrebung des Kantons, einen Zustrom von Schweizern zu bewirken, jedoch gescheitert ist. Gründe hierfür sind laut der Partei die anhaltende tiefe Standortattraktivität unter anderem mit hohen Steuern und Abgaben, den hohen Krankenkassenprämien, dem schlechten Ruf der Schulen sowie «dem Verkehrskollaps». Die SVP fordert nun Massnahmen seitens des Regierungsrats, um diese Situation entsprechend zu ändern: Die Attraktivität des Kantons müsse auch für Schweizer gewährleistet sein.

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