Impfkampagne - Rekruten sollen in der Sommer-RS durchgeimpft werden
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ImpfkampagneRekruten sollen in der Sommer-RS durchgeimpft werden

Armeeangehörige, welche mehr als vier Wochen im Militärdienst sind, können sich ab Juli direkt in den Kasernen impfen lassen. Soldaten und Rekruten erhoffen sich vom Impfplan Lockerungen im Militäralltag.

von
Michelle Muff
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Am 5. Juli beginnt die nächste Rekrutenschule. Mit dieser wird auch eine Impfkampagne gestartet: So sollen sich in der zweiten und sechsten RS-Woche alle impfwilligen Armeeangehörigen – Kader wie Rekruten – direkt in den Kasernen impfen lassen. 

Am 5. Juli beginnt die nächste Rekrutenschule. Mit dieser wird auch eine Impfkampagne gestartet: So sollen sich in der zweiten und sechsten RS-Woche alle impfwilligen Armeeangehörigen – Kader wie Rekruten – direkt in den Kasernen impfen lassen.

20min/Simon Glauser
«Es sollen möglichst alle Impfwilligen der rund 14'000 Armee-Angehörigen der Rekrutenschulen 2-21 geimpft werden», so Armeesprecher Stefan Hofer.

«Es sollen möglichst alle Impfwilligen der rund 14'000 Armee-Angehörigen der Rekrutenschulen 2-21 geimpft werden», so Armeesprecher Stefan Hofer.

20min/Simon Glauser
Bei den Armeeangehörigen wird der Impfplan bereits breit diskutiert – so etwa auch im Zug von T.M.*, der als durchdienender Soldat in der Sanitätsabteilung im Dienst ist. 

Bei den Armeeangehörigen wird der Impfplan bereits breit diskutiert – so etwa auch im Zug von T.M.*, der als durchdienender Soldat in der Sanitätsabteilung im Dienst ist.

Madeleine Schoder/Tamedia

Darum gehts

  • Ab Juli können sich Armeeangehörige direkt in der Kaserne impfen lassen.

  • Das Ziel sei es, dass möglichst alle Impfwilligen geimpft werden.

  • Rekruten und Soldaten erhoffen sich vom Impfplan baldige Lockerungsmassnahmen.

Mannschaftsspiele sind verboten, eine Maske muss durchgehend getragen werden und der Ausgang ist seltener geworden: Seit Monaten gelten innerhalb der Militärkasernen strenge Massnahmen. Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, startet das Militär mit Beginn der anstehenden Sommer-RS im Juli nun eine Impfkampagne: «Allen Angehörigen der Armee, welche einen zusammenhängenden Dienst von mehr als vier Wochen leisten, soll die Covid-Impfung – die freiwillig ist - angeboten werden», so Armee-Sprecher Stefan Hofer gegenüber 20 Minuten.

Die erste Covid-Impfung sei für die zweite Rekrutenschulwoche geplant, die zweite Dosis für die sechste Rekrutenschulwoche. «Es sollen möglichst alle Impfwilligen der rund 14'000 Armee-Angehörigen der Rekrutenschulen 2-21 geimpft werden.» Der Oberfeldarzt empfehle die Impfung nachdrücklich, so Hofer: «Die Bereitstellung des Impfstoffs erfolgt wie in den Kantonen durch die Logistikbasis der Armee. Die Impfungen führen das Personal des Sanitätsdienstes der Armee durch.»

Soldaten erhoffen sich Massnahmen-Lockerungen

Bei den Armeeangehörigen wird der Impfplan bereits breit diskutiert – so etwa auch im Zug von T.M.*, der als durchdienender Soldat in der Sanitätsabteilung im Dienst ist. «Vergangene Woche wurden uns die Neuigkeiten verkündet. Seither wird viel über den Impfplan gesprochen. Wir sind alle gespannt, wie das Vorhaben umgesetzt wird – und was es für die kommenden Wochen bedeutet», so M.

Die Soldaten erhoffen sich nämlich von der Strategie baldige Massnahmen-Lockerungen im Militär-Alltag: «Seit Monaten müssen wir nun schon Maske tragen und dürfen während des Ausgangs die Kaserne nicht verlassen. Das macht den Dienst definitiv noch anstrengender. Es wäre schön, würden diese Einschränkungen bald gelockert werden. Je mehr Personen geimpft sind, je schneller wird das wohl der Fall sein.»

Zurzeit machen sich viele Gedanken, ob sie das Impf-Angebot in Anspruch nehmen werden, so M.: «Die grosse Mehrheit der anderen Soldaten hier in der Kaserne wird sich impfen lassen. Auch einige von denen, die mit der Impfung eigentlich noch warten wollten, spielen nun mit dem Gedanken. Wir hoffen einfach, dass wir bald zur Normalität zurückkehren können.»

Lockerungsmassnahmen richten sich nach BAG-Vorgaben

Gemäss Hofer richten sich Lockerungsmassnahmen auch in der Armee nach der Entwicklung der epidemiologischen Lage und den Vorgaben des BAG: «Allfällige Lockerungsschritte werden durch die Vorgesetzten in enger Absprache mit dem Oberfeldarzt beurteilt und erlassen.» Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden aktuell nicht von den wöchentlichen Testungen befreit und müssen sich bei einem engen Kontakt einer an COVID-19 erkrankten Person in Quarantäne begeben: «Aktuell bestehen keine weiteren Einschränkungen im Vergleich zu geimpften Armeeangehörigen.»

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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