Rekurse: Aldi gibt Wigoltingen auf
Aktualisiert

Rekurse: Aldi gibt Wigoltingen auf

Hauptsitz
und Verteilzentrum
Ostschweiz von Aldi
Suisse werden nicht in
Wigoltingen gebaut.
Der Discounter baut die
Zentrale an einem anderen,
geheimen Standort.

von
Annette Hirschberg

Direkt neben der Autobahn A7 bei Wigoltingen wollte Aldi Suisse auf 23 Hektaren seinen Hauptsitz mit Ostschweizer Verteilzentrum bauen. Das Land in der Landwirtschaftszone hätte dafür umgezont werden müssen. Zwei Drittel der Wigoltinger Bevölkerung stimmten im Sommer 2007 der Baureglementsänderung zu.

Dennoch verzichtet der Discounter nun auf sein Bauvorhaben: Fünf Einsprachen blockieren das Projekt. «Die rechtlichen Voraussetzungen sind in einer anderen Gemeinde ausserhalb des Thurgaus wesentlich günstiger», sagt Aldi-Suisse-Sprecher Sven Bradke. Der genaue Standort ist noch geheim. «Er wird aber in der Ostschweiz liegen, irgendwo zwischen Schaffhausen und dem Bündnerland», so Bradke.

In Wigoltingen ist man enttäuscht über den Entscheid. «Wir verlieren Lehrstellen, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen», sagt Vizeammann Robert Tobler. Beim Rekurrent IG Wohnliches Wigoltingen hingegen ist man erfreut. «Wir kämpfen für ein moderates Wachstum; Aldi hätte die Gemeinde überfordert», sagt Sprecher Willi Ruoss.

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