Verzögerung: Rekurse verteuern Zürcher Hardbrücke
Aktualisiert

VerzögerungRekurse verteuern Zürcher Hardbrücke

Die Sanierung der Zürcher Hardbrücke kostet 9,9 Millionen Franken mehr als budgetiert. Grund ist ein Rekursverfahren.

Dadurch musste die Stadt das Projekt unterbrechen, neu anpassen und Aufträge erneut ausschreiben. Der Zürcher Stadtrat bewilligte die Mehrkosten.

Der Objektkredit wird um 68 000 Franken auf total 1,918 Millionen Franken erhöht, die gebundenen Ausgaben um 9,832 Millionen Franken auf total 98,332 Millionen Franken, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Die ursprünglichen Ausgaben, die der Stadtrat im Dezember 2006 bewilligt hatte, waren von fünf Gemeinderäten mit einem Stimmrechtsrekurs angefochten und bis ans Bundesgericht gezogen worden. Das Bundesgericht bestätigte die Ausgaben im Mai 2008.

Bauzeit neun Monate kürzer

Das Verfahren verhinderte den Beginn der Sanierung Anfang 2007. Deshalb musste die Stadt die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten abbrechen. Zudem musste sie die Bauabläufe neu planen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bauzeit um neun Monate gekürzt werden muss, damit die vorgegebenen Termine für die Projekte «Westumfahrung Zürich» und «Tram Zürich West» eingehalten werden können.

Die Vorarbeiten zur Sanierung starteten diesen Frühling. Die Hauptarbeiten beginnen im August und dauern bis Ende 2011. Während der ganzen Zeit bleiben jeweils auf der ganzen Brückenlänge nur zwei Fahrspuren jeweils auf einer Seite der Brücke offen. Für jede Fahrtrichtung bleibt nur eine Spur. (sda)

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