Bundesliga: Renato Steffen glänzt mit Doppelpack bei Wolfsburg-Sieg
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BundesligaRenato Steffen glänzt mit Doppelpack bei Wolfsburg-Sieg

Der VfL Wolfsburg lässt Abstiegskandidat Arminia Bielefeld, der am Montag die Bayern geärgert hatte, keine Chance. Die Champions League ruft die Wölfe, die seit über elf Stunden kein Gegentor kassiert haben.

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Jubelt nach dem Treffer zum 1:0 für Wolfsburg: der Schweizer Nationalspieler Renato Steffen. 

Jubelt nach dem Treffer zum 1:0 für Wolfsburg: der Schweizer Nationalspieler Renato Steffen.

Friso Gentsch/dpa
Auf Vorlage von Yannick Gerhardt bringt er die Gäste in der 29. Minute in Führung. 

Auf Vorlage von Yannick Gerhardt bringt er die Gäste in der 29. Minute in Führung.

Friso Gentsch/dpa
Und auch kurz nach Wiederanpfiff ist Steffen zur Stelle und schiesst das 2:0.

Und auch kurz nach Wiederanpfiff ist Steffen zur Stelle und schiesst das 2:0.

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Darum gehts

  • Am 22. Spieltag der Bundesliga trifft Arminia Bielefeld auf den VfL Wolfsburg.

  • Die Gäste aus Niedersachsen feiern einen ungefährdeten 3:0-Sieg.

  • Mann des Spiels ist der Schweizer Renato Steffen, der die Tore zum 1:0 und 2:0 schiesst.

Der VfL Wolfsburg bleibt voll auf Kurs Richtung Champions League. Die Niedersachsen gewannen das Freitagabendspiel der Bundesliga bei Arminia Bielefeld hochverdient mit 3:0 und verdrängten mindestens für eine Nacht die Frankfurter Eintracht von Platz drei, die am Samstag gegen Tabellenführer FC Bayern spielt. Die Arminia, die am vergangenen Montag noch mit dem 3:3 in München einen Achtungserfolg gefeiert hatte, bleibt auf dem Relegationsplatz 16 hängen.

Renato Steffen (29./47.) und Maximilian Arnold (54.) trafen für den deutlich überlegenen VfL, der auch im siebten Pflichtspiel in Folge kein Gegentor kassierte. In dieser Form sind die seit neun Partien ungeschlagenen Wölfe klarer Kandidat für die Königsklasse.

Mbabu trifft knapp nicht

Die Bielefelder begannen mit der Startelf der Bayernpartie – und spielten zumindest in der ersten halben Stunde durchaus sichtbar mit Selbstvertrauen. «Der Punkt hat der Mannschaft richtig gutgetan», hatte Trainer Uwe Neuhaus kurz vor dem Anpfiff bei DAZN gesagt, aber auch vor den Wölfen gewarnt, die «ähnlichen Fussball wie die Bayern spielen».

Entsprechend bestimmte der VfL über weite Strecken klar die Partie, Trainer Oliver Glasner vertraute derselben Elf der erfolgreichen vorausgegangenen sechs Pflichtspiele ohne Gegentor. Kevin Mbabu köpfte knapp am Ziel vorbei (17.), Arnold, der im EM-Jahr nach langer Zeit auf die Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft hofft, versuchte es in der 26. Minute erstmals aus der Distanz (26.).

Das Führungstor fiel, als die Wolfsburger mit zwei hohen Bällen Tempo in den Spielaufbau bekamen. Die Vorlage von Yannick Gerhardt schob der Schweizer Nationalspieler Steffen zu seinem vierten Saisontor ein. Glasner klatschte an der Seitenlinie zufrieden mit dem Ersatzspieler ab.

Für Bielefeld mit Cedric Brunner wurde es noch schwieriger. Captain Fabian Klos rief energisch: «Weiter Männer, Körperspannung!» Michel Vlap, der in München getroffen hatte, vergab die Chance zum Ausgleich fast unmittelbar nach der Gästeführung (31.), in der ersten Halbzeit brachte die Arminia aber nur einen Schuss auf das Wolfsburger Tor.

Steffen staubt ab

Der VfL liess gut organisiert kaum noch etwas zu. Ridle Bakus Fernschuss fing Bielefelds Goalie Stefan Ortega (45.). Nach der Pause nutzte Wolfsburg den kurzen Moment, als die Bielefelder Abwehr Torjäger Wout Weghorst bei einem Freistoss von Arnold sträflich alleine liess. Den dann schwachen Schuss des Niederländers wehrte Ortega vor die Füsse von Steffen ab, der mühelos das 2:0 erzielte.

Spätestens Arnolds starker Fernschuss zu seinem 13. Distanztor in der Bundesliga war die Vorentscheidung. Neuhaus wechselte im Anschluss ein offensives Trio ein, er wirkte aber bedient und stand fast regungslos am Spielfeldrand. Die Arminia tat sich schwer, überhaupt noch einmal zurück in die Partie zu finden. Klos köpfte nach einer Ecke über das Tor (77.).

(dpa/erh)

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7 Kommentare
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Sic Transit Gloria Mundi

20.02.2021, 12:46

Das waren Zeiten, als Leute wie Steffen, Salah und einige ähnliche Kaliber in Basel für Furore sorgten. Die Trainer wurden, als Meister, für zu wenig gut befunden. Nun freuen wir uns über die tollen Leistungen der Ehemaligen in ausländischen Diensten. Auch die Clubleitung hatte damals höchstes Niveau, heute nicht einmal mehr Regionalliga- tauglich, inklusive Trainer.

RealistvorPessimist

20.02.2021, 09:23

Gratulation an Steffen, welcher in den letzten Wochen immer besser und wichtiger für Wolfsburg wird. Allerdings hätte man auch den Bielefeld-Schweizer Cedric Brunner mindestens erwähnen können. Schliesslich hat dieser auch einen Stammplatz und bringt konstant gute Leistungen.

SimbaOne

20.02.2021, 08:55

Der Renato Steffen hat sich beim VFL Wolfsburg schon länger in die Startformation etabliert. Er gibt einsatzmässig defensiv sein Leben und spielt auch offensiv durch kluge Pässe, präzise Flanken und wichtige Tore eine Supersaison! In der Nati werden dann wieder Severovic, Mehmedi, Shaqiri, etc. bevorzugt, obwohl sie in ihren Vereinen wenig Einsatzzeit erhalten.