Renault schlägt Allianz mit GM vor
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Renault schlägt Allianz mit GM vor

Die Führung des französischen Autoherstellers Renault hat sich am Montag für Gespräche mit dem US-Autobauer General Motors über eine Allianz ausgesprochen.

Gespräche darüber könnten beginnen, sobald General Motors den Vorschlag dazu mache, erklärte Renault nach einer Vorstandssitzung am Abend in Paris. Zuvor hatte sich bereits Renaults japanischer Partner Nissan für Gespräche über eine mögliche Allianz mit GM aus unter der Bedingung ausgesprochen, dass der US-Konzern dem Vorschlag seines Grossaktionärs Kirk Kerkorian zustimmt, der Nissan-Renault-Allianz beizutreten.

Für den finanziell angeschlagenen GM-Konzern ist der Deal nicht uninteressant und könnte eine neue Perspektive für den amerikanischen Autobauer darstellen. Ob es soweit kommt, ist ungewiss. Zwar ging die Initiative von GM-Grossaktionär Kirk Kerkorian aus. Bei GM scheinen von einer Kooperation nicht alle angetan zu sein. «Die Mega-Mergers der Vergangenheit haben gezeigt, dass zwar kurzfristig die Aktienkurse hochgehen, aber die langfristigen Probleme bleiben», sagte Klaus Franz, Chef der Europa-Sparte von GM gegenüber dem Manager Magazin.

Grossen Widerstand gegen eine Kooperation kommt auch von von den Angestellten der Autobauer. Die Produktpaletten von Renault und GM würden sich überschneiden, die Arbeitnehmer befürchten weitere Entlassungswellen bei einem Merger.

Renault hält einen 44-prozentigen Anteil am japanischen Autobauer Nissan, der umgekehrt zu 15 Prozent an dem französischen Konzern beteiligt ist. Ein Verbund der drei Autokonzerne würde über einen Marktanteil von nahezu 25 Prozent verfügen und damit Toyota auf Rang zwei verweisen. (dapd)

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