Bazenheid SG: Brand in Ausschaffungsgefängnis

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Bazenheid SGRenitenter Ausschaffungshäftling zündet Gefängniszelle an

Am Donnerstagnachmittag kam es im Ausschaffungsgefängnis zu einem Brand in einer Zelle. Der mutmassliche Brandstifter, ein Häftling, wurde dabei verletzt.

von
Seline Bietenhard
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Am Donnerstag brannte im Ausschaffungsgefängnis Bazenheid eine Zelle. Zum Brand kam es, als ein Häftling eine Schaumstoffmatratze anzündete.

Am Donnerstag brannte im Ausschaffungsgefängnis Bazenheid eine Zelle. Zum Brand kam es, als ein Häftling eine Schaumstoffmatratze anzündete.

Kapo SG
Der mutmassliche Brandverursacher, ein 35-jähriger Marokkaner, wurde beim Brand verletzt.

Der mutmassliche Brandverursacher, ein 35-jähriger Marokkaner, wurde beim Brand verletzt.

20min/Michael Scherrer

Am Donnerstagnachmittag kam es im Ausschaffungsgefängnis in Bazenheid zu einem Brand in einer Zelle. Laut der Kantonspolizei St. Gallen wurde kurz nach 13 Uhr ein Brandalarm aus einer Zelle ausgelöst. Die Gefangenenbetreuer und Polizeiangehörigen, die sich im Gebäude aufhielten, konnten die vier Häftlinge sofort evakuieren.

Gleichzeitig wurden die zuständige Feuerwehr sowie medizinisches Fachpersonal aufgeboten. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Ein 35-jähriger marokkanischer Ausschaffungshäftling wurde dabei unbestimmt verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Die anderen drei Häftlinge blieben unverletzt.

Mann schmuggelte Feuerzeug in Zelle

Gemäss den jetzigen Erkenntnissen der Polizei musste der Marokkaner kurz vor dem Mittag in eine Disziplinarzelle verlegt werden. Er verhielt sich vorgängig gegen Mitarbeitende und dem Gefängnisarzt renitent und beschimpfend. Laut der Kantonspolizei liegt der Verdacht nahe, dass es dem 35-Jährigen gelang, ein Feuerzeug in die Zelle zu schmuggeln. 

Mit dem Feuerzeug dürfte er die Schaumstoffmatratze angezündet und den Brand verursacht haben. Das Gefängnis ist zurzeit aufgrund von Rauch- und Russschaden nicht mehr bewohnbar. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren Zehntausend Franken. Neben Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen waren auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst vor Ort.

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