Dakar-Rallye: Rennwagen rast in Zuschauermenge
Aktualisiert

Dakar-RallyeRennwagen rast in Zuschauermenge

Die erste Etappe der 32. Rallye Dakar in Argentinien ist von einem tödlichen Unfall überschattet worden. Eine Zuschauerin erlag im Spital ihren Verletzungen, nachdem sie von einem Auto, das die Kontrolle verloren hatte, erfasst worden war.

Das Unglücksfahrzeug von Mirco Schultis beim Start in Buenos Aires.

Das Unglücksfahrzeug von Mirco Schultis beim Start in Buenos Aires.

Die 28-Jährige ist das 57. Todesopfer seit der ersten Auflage der berüchtigten Rallye im Jahr 1978. Im vergangenen Jahr starben der französische Motorradfahrer Pascal Terry und zwei Peruaner in einem Transportfahrzeug.

Auf der Strecke von Colon nach Cordoba waren der deutsche Fahrer Mirco Schultis und sein Schweizer Beifahrer Ulrich Leardi von der Strecke abgekommen und in die Zuschauermenge gerast. Laut Angaben der Organisatoren wurden neben dem Todesopfer zwei weitere Personen schwer verletzt, zwei kamen mit leichten Blessuren davon. Ein Augenzeuge sagte, die Zuschauer hätten ausserhalb des für sie reservierten Bereichs gestanden. «Es gab keinen Platz mehr, und die Polizei hat die Leute nicht gestoppt», sagte Gaston Harriague dem Fernsehsender TN.

Wegen Überschwemmungen wurde die Strecke um 50 auf 199 Kilometer gekürzt. Es gewann der Spanier Nani Roma in einem BMW vor seinem Landsmann Carlos Sainz in einem Volkswagen.

Absage wegen ausgebranntem Töff

Bereits vor dem offiziellen Start in Buenos Aires hatte sich am Freitag ein Zwischenfall ereignet. Das Motorrad des Argentiniers Javier Pizzolito hatte Feuer gefangen und war völlig ausgebrannt. Pizzolito hatte daraufhin seine Teilnahme absagen müssen.

An dem Offroad-Rennen über 9000 Kilometer durch Argentinien und Chile nehmen die Fahrer von 134 Autos, 151 Motorrädern, 25 Quads und 52 Lastwagen teil. Ihr Ziel ist am 16. Januar Buenos Aires. Die Rallye wurde 2009 aus Sicherheitsgründen von Afrika nach Südamerika verlegt. Dabei wird auch die Atacama-Wüste durchfahren, die als trockenste Wüste der Welt gilt.

(dapd/si)

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