Aktualisiert 23.01.2008 16:10

Rentner-Drama in Opfikon: Zwei Tote

Ein 85-jähriger Mann in Opfikon ZH hat seine 82-jährige Ehefrau und anschliessend sich selbst erschossen.

Laut der Zürcher Kantonspolizei sind die Hintergründe der Tat noch unklar.

Als Tatwaffe benutzte der betagte Mann eine Pistole, wie Kantonspolizeisprecher Karl Steiner auf Anfrage sagte. Eine Nachbarin hat die toten Eheleute am Dienstagmittag in ihrem Schlafzimmer entdeckt und die Polizei alarmiert.

Die Staatsanwaltschaft IV für Gewaltdelikte ist für die weiteren Ermittlungen zuständig. Staatsanwältin Bettina Groth war für eine Stellungnahme jedoch nicht erreichbar. Noch ist unklar, weshalb der 85-Jährige zur Waffe griff.

Ob es sich allenfalls um eine ehemalige Armeewaffe handelt, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Viele ehemalige Armeewaffen seien heute in Privatbesitz. Es komme recht häufig vor, dass austretende Armeeangehörige ihre Waffen kauften.

Dass betagte Paare gemeinsam aus dem Leben scheiden, kommt hin und wieder vor. Im Oktober 2004 erschoss ein 74-Jähriger im zürcherischen Bülach seine 73-jährige Frau und sich selbst im Auto. Als Motiv wurde damals der bevorstehende Eintritt der Frau in ein Pflegeheim angenommen.

Und im Dezember desselben Jahres erschoss in Düdingen FR ein 80-Jähriger seine schlafende Ehefrau und sich selbst. In diesem Fall wurden gesundheitliche Probleme angenommen.

(dapd)

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