Reportage mit fatalem Ausgang

Aktualisiert

Reportage mit fatalem Ausgang

Eine Reportage über einen Kampfeinsatz der israelischen Armee im Gazastreifen nahm für eine Kameracrew der Nachrichtenagentur Reuters einen schlimmen Ausgang. Weil ihr Fahrzeug den Israeli verdächtig vorkam, wurden sie unter schweren Beschuss genommen.

Bei einem israelischen Luftangriff in Gaza ist in der Nacht ein Fahrzeug der Nachrichtenagentur Reuters getroffen worden.

Dabei wurden nach Angaben von Ärzten zwei palästinensische Journalisten verletzt.

Der Angriff sei erfolgt, da sich das Auto verdächtig in einem Kampfgebiet bewegt habe, sagte eine Militärsprecherin. Die Armee habe das Auto nicht als Pressefahrzeug erkannt. «Wenn Journalisten zu Schaden kamen, bedauern wir dies.»

Einer der Journalisten, der für ein örtliches Medienunternehmen tätig war, wurde Ärzten zufolge schwer verletzt. Ein für Reuters arbeitender Kameramann erlitt demnach leichte Verletzungen.

Das Auto war als Presse-Fahrzeug gekennzeichnet. Die Journalisten berichteten über einen israelischen Militäreinsatz im Bezirk Schidschaija, einer Hochburg militanter Gruppen.

Palästinenser getötet

Zuvor hatten israelische Soldaten in Nablus im Westjordanland einen 16-jährigen Palästinenser getötet und fünf andere verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten, der 16-Jährige habe am Samstag einen Sprengsatz auf die Soldaten geworfen.

Palästinensische Augenzeugen berichteten nach israelischen Medienangaben, die Armee habe ein Gebäude in der Innenstadt von Nablus umstellt, in dem sich angeblich zwei gesuchte Extremisten aufgehalten haben sollen. Die Soldaten seien von Palästinensern mit Steinen beworfen worden.

Ferner hätten die israelische Soldaten in Rafah im südlichen Gazastreifen am Samstag vier Palästinenser festgenommen. Laut israelischem Militär waren darunter zwei Mitglieder der radikalislamischen Hamas-Organisation. (sda)

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