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Spektakuläre AufnahmeReporterteam fast von Schlamm-Lawine begraben

Nach einem Erdrutsch am Donnerstag im Westen Kanadas werden vier Menschen vermisst. Ein paar Reporter, die darüber berichten wollten, wären beinahe von einer zweiten Flut erfasst worden.

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Bereits am Donnerstag hatten sich Schlamm und Felsen von den Hängen oberhalb des Sees Kootenay in der Provinz British Columbia gelöst und mehrere Häuser in der Ortschaft Johnsons Landing unter sich begraben. In der Region wurde der Notstand ausgerufen, mehrere Bewohner wurden in die Ortschaft Kaslo auf der anderen Seite des Sees gebracht.

Sofort machte sich ein Rettungsteam auf die Suche nach den Verschütteten. Unter den vier Vermissten soll auch ein deutscher Tourist sein. Wegen der unsicheren Bedingungen am Unglücksort mussten jedoch die Rettungsarbeiten am Freitag vorübergehend eingestellt werden. Die Suche könne erst fortgesetzt werden, wenn sich der Schutt nicht weiter bewege, teilte der Sprecher des Bezirks Zentral Kootenay, Bill McPherson, mit.

Dramatische Rettung aus den Fluten

Knapp einer zweiten Lawine entkommen

Das Drama hätte am Freitag beinahe noch tragischer geendet: Ein Reporterteam des TV-Senders «Global National» war an die Unglücksstelle gereist, um über die Bergungsarbeiten zu berichten, als gerade eine zweite Schlammlawine niederkam. Besonders beeindruckend: Die Kameras der Newsequippe filmten die ganze Zeit mit. Der Moment des Abgangs wurde festgehalten und lässt die Kraft erkennen, mit der der Schutt den Hang hinab rast.

Inzwischen ist am Samstag einer der vier Vermissten tot aus den Schlammmassen geborgen worden. Nach den drei weiteren vermissten Menschen wird noch gesucht.

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