Bündner Energiekonzern: Repower holt sich neues Geld

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Bündner EnergiekonzernRepower holt sich neues Geld

Der angeschlagene Bündner Energiekonzern baut um und holt viel Geld aus Zürich rein. Nicht nur das EKZ glaubt an eine erfolgreiche Zukunft.

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woz
Kapitalerhöhung von mindestens 150 Millionen Franken: Blick auf das Repower-Logo an der Bilanzmedienkonferenz. (5. April 2016)

Kapitalerhöhung von mindestens 150 Millionen Franken: Blick auf das Repower-Logo an der Bilanzmedienkonferenz. (5. April 2016)

Keystone

Der Bündner Stromkonzern Repower holt für seinen Umbau neue Investoren an Bord. Wie bereits letzte Woche spekuliert, werden sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) an Repower beteiligen. Zudem steigt der Anleger UBS Clean Energy Infrastructure ein. Das EKZ wird 90 Millionen investieren und damit eine Beteiligung von 26 bis 30 Prozent erhalten.

Insgesamt ist eine Kapitalerhöhung von mindestens 150 Millionen Franken vorgesehen, wie Repower mitteilte. Die beiden Hauptaktionäre, der Kanton Graubünden und die Axpo, bleiben aber bei Repower engagiert. Sie verzichten jedoch auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte. Bisherige Aktionäre werden für je fünf gehaltene Aktien sieben neue Aktien beziehen können.

Konzern schrieb Verlust von 136 Mio Fr.

Mit den neuen Mitteln schafft Repower die Voraussetzung für den strategischen Umbau. Repower will vom Stromproduzenten und -händler zum Energiedienstleister werden.

Vorgesehen sind unter anderem Verkäufe sowie die Konzentration auf die Märkte Italien und Schweiz. Das Unternehmen hatte diese neue Marschrichtung im Dezember angekündigt. Repower steht, wie praktisch alle Energiekonzerne, wegen der tiefen Strompreise unter erhöhtem Druck. Letztes Jahr musste das Unternehmen einen Verlust von 136 Millionen Franken schreiben.

Für die vorgesehene Kapitalerhöhung findet am 21. Juni eine ausserordentliche Generalversammlung statt. (woz/sda)

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