Aktualisiert 04.01.2013 19:17

«Sandy»-Hilfen

Repräsentantenhaus gibt Bruchteil der Gelder frei

Das US-Repräsentantenhaus gibt 9,7 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Opfer des Wirbelsturms Sandy frei. Damit stehen weitere 51 Milliarden Dollar an Unterstützung noch aus

Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Sturm «Sandy» in den USA warten die Opfer weiter auf den Grossteil der milliardenschweren Bundeshilfen. Das von den Republikanern beherrschte Repräsentantenhaus gab am Freitag lediglich 9,7 Milliarden Dollar frei.

Damit stehen weitere 51 Milliarden Dollar an Unterstützung noch aus. Der Auszahlung der knapp zehn Milliarden Dollar muss nun der Senat zustimmen, was aber als sicher gilt. Die schleppende Freigabe der Hilfen stösst besonders bei Abgeordneten der betroffenen Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut auf Unverständnis.

Sandy im Zeitraffer

Beim Hurrikan «Katrina» habe der damalige Präsident George W. Bush 2005 nach zehn Tagen Hilfen von 60 Milliarden Dollar freigeben können, sagte der demokratische Parlamentarier Bill Pascrell aus New Jersey.

Hurrikan «Sandy» in Staten Island

Die Demokraten werfen den Republikanern eine Blockadehaltung vor. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, hatte vor kurzem eine Abstimmung über das gesamte Hilfspaket abgesagt und wurde danach auch in den eigenen Reihen scharf kritisiert. Eine Abstimmung über weitere Unwetterhilfen ist für den 15. Januar geplant. (sda)

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