Republikaner blicken auf Florida
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Republikaner blicken auf Florida

Bei den Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur hat sich die Aufmerksamkeit der Republikaner ganz auf Florida konzentriert, wo am Dienstag abgestimmt wird.

Die besten Chancen wurden dabei dem Unternehmer und früheren Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney und Senator John McCain aus Arizona eingeräumt. Die Demokraten blickten nach der Vorwahl in South Carolina, die Barack Obama klar für sich entscheiden konnte, schon auf den sogenannten Superdienstag am 5. Februar, wenn in mehr als 20 Staaten gewählt wird.

Romney versuchte bei seinen Wahlkampfauftritten vor allem seine Kompetenz in Wirtschaftsfragen hervorzuheben, was angesichts der Krise an den Finanzmärkten und der Angst vor einer Rezession für viele Wähler von Bedeutung sein könnte. «Mir braucht keiner etwas über Wirtschaft zu sagen. Ich muss keinen Vizepräsidenten finden, der etwas von Wirtschaft versteht, weil ich selbst die Wirtschaft kenne», sagte Romney vor Anhängern in der Nähe von Miami mit Bezug auf McCain, der bislang seine Kompetenz in Sicherheitsfragen betont hat.

Aus dem Duell zwischen Romney und McCain und den damit verbundenen persönlichen Angriffen versuchte der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani Kapital zu schlagen. «Senator McCain und Gouverneur Romney sind ganz toll darin, sich gegenseitig anzugreifen. Wie wäre es denn, für jemanden zu stimmen, der nicht angreift? Stimmt für mich, Rudy Giuliani», sagte er in Cocoa Beach in Florida.

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Republikanern

Den Umfragen zufolge gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen McCain und Romney, Giuliani und der frühere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, folgen dahinter. In Florida geht es bei den Republikanern um 57 Delegiertenstimmen. McCain hatte am Samstag die Unterstützung von Gouverneur Charlie Crist bekommen.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei hat sich Senator Edward Kennedy hinter Obama gestellt, wie am Sonntag aus Parteikreisen verlautete. Der 75-jährige Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy zählt zu den einflussreichsten Politikern im Kongress und gilt als Ikone der Liberalen in der Demokratischen Partei.

Obama hinter Clinton

Obama, der derzeit noch hinter seiner Konkurrentin Hillary Clinton liegt, wollte sich zu der Unterstützung aus dem Kennedy-Clan nicht äussern. Er wolle die Erklärung des Senators aus Massachusetts nicht vorwegnehmen. «Aber natürlich würde sich jeder Kandidat der Demokraten über die Unterstützung Ted Kennedys freuen», sagte Obama in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Auch Caroline Kennedy, die Tochter John F. Kennedys, stellte sich hinter Obama. Sie verglich ihn am Samstag in einem Beitrag für die «New York Times» mit ihrem Vater. (dapd)

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