«Wir sind empört» – Restaurant auf dem Gurten will Zertifikat auch für Terrasse und Take-Away
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«Wir sind empört»Restaurant auf dem Gurten will Zertifikat auch für Terrasse und Take-Away

Eine Leserin ist empört und fühlt sich diskriminiert, weil sie nicht auf der Terrasse des Tapis Rouge konsumieren darf. Das Restaurant erhielt bisher positive Rückmeldungen.

von
Céline Meisel
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Auf der Terrasse des Restaurants Tapis-Rouge auf dem Gurten gilt auch auf der Terrasse und beim Take-Away Zertifiikatspflicht. 

Auf der Terrasse des Restaurants Tapis-Rouge auf dem Gurten gilt auch auf der Terrasse und beim Take-Away Zertifiikatspflicht.

20 Minuten/News-Scout
Daran störte sich die Leserin und fragte sich nach der Legalität. 

Daran störte sich die Leserin und fragte sich nach der Legalität.

Migros Aare
Diese ist gegeben, sagt Gundekar Giebel, Leiter Kommunikation der Gesunheitsdirektion Bern. 

Diese ist gegeben, sagt Gundekar Giebel, Leiter Kommunikation der Gesunheitsdirektion Bern.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Eine 20-Minuten-Leserin wollte auf der Terrasse des Tapis Rouge auf dem Gurten einkehren.

  • Doch dort gilt Zertifikatspflicht, ebenso für Take-Away.

  • Dies ist rechtlich zulässig.

Seit 13. September muss in den Innenbereichen von Restaurants ein gültiges Covid-Zertifikat gezeigt werden. Auf der Terrasse und beim Take-Away ist gesetzlich keine Vorzeigepflicht vorgeschrieben. Das Restaurant Tapis Rouge geht jedoch diesen Schritt weiter: Wer die Terrasse nutzen oder Take-Away holen will, muss ein Zertifikat vorweisen.

Für eine 20-Minuten-Leserin geht das definitiv zu weit: «Wir haben uns wirklich vor den Kopf gestossen gefühlt», sagt sie. Sie wollte mit einer Kollegin und deren Kindern nach einem Ausflug auf dem Gurten auf der Terrasse des Restaurants etwas essen. Beide hatten kein Zertifikat. «Wir waren uns nicht bewusst, dass auch auf der Terrasse eines verlangt wird. Wir haben gesagt, ‹komm, wir probieren es trotzdem›. Aber auch das Restaurant durften sie ohne Zertifikat nicht betreten. «Hätten wir das gewusst, hätten wir einen Test gemacht, bevor wir gekommen sind», sagt sie.

Rechtlich erlaubt

«Wir haben uns diskriminiert gefühlt, die Kinder hatten Hunger und Durst. Diese Regelung fanden wir ein bisschen ‹too much› und waren recht enttäuscht», sagt die Leserin. Sie fand es auch aus dem Grund frech, weil sie nicht weiss, ob das überhaupt erlaubt ist.

Gundekar Giebel, Sprecher der Gesundheitsdirektion Bern, sagt: «Restaurants ist es erlaubt, strengere Regeln als die vom Bund vorgegebenen, zu implementieren. Das kommt jedoch nicht so häufig vor.» Giebel versteht in diesem Falle beide Seiten. «Es ist schwer den Spagat zwischen den Massnahmen und Kundenwünschen zu machen. Ich verstehe, dass es je nach Ort manchmal einfacher ist, einfache, klare Regeln zu haben, aber ich verstehe auch, dass die Leserin die gängigen Vorschriften erwartet hat», sagt er zu 20 Minuten.

Positive Rückmeldungen von Gästen

«Von den Kundinnen und Kunden erhalten wir durchaus positive Rückmeldungen. So freuen sich die Gäste über ein maskenfreies Bewegen in den Restaurants und die Rückkehr zu einer gewissen Normalität», sagt Andrea Bauer, Mediensprecherin der Migros Aare. Da das Selbstbedienungsrestaurant auch von Seminar- und Eventteilnehmenden als Verpflegungslokalität genutzt wird, wolle man die Personen mit und ohne Zertifikat nicht mischen, so Bauer. «Da wir den Gästen drinnen ein maskenfreies Bewegen ermöglichen wollen, haben wir uns für eine Zugangskontrolle im Tapis Rouge entschieden.»

«Gäste ohne Covid-Zertifikat sind auf dem Gurten selbstverständlich auch willkommen. Der Take-away-Stand Bahnhöfli, vis-à-vis des Spielplatzes, ist täglich geöffnet und steht allen Besuchenden, ob mit oder ohne Covid-Zertifiakt, zur Verfügung», sagt Bauer.

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