Emmen LU: Restaurant umgeht Sperrstunde mit «Proforma»-Hotelzimmern
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Emmen LURestaurant umgeht Sperrstunde mit «Proforma»-Hotelzimmern

Eigentlich müssen Restaurants gemäss den neuen Corona-Regeln um 19 Uhr schliessen. Ein Lokal mit dazugehörigem Hotel hat sich jedoch was einfallen lassen.

von
Yasmin Rosner
Nicolas Saameli
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Das Restaurant «feRUS» muss um 19 Uhr nicht für alle Gäste schliessen. 

Das Restaurant «feRUS» muss um 19 Uhr nicht für alle Gäste schliessen.

Screenshot
GLP-Vizepräsident Martin Bäumle findet diesen Umstand, sollte er denn stimmen, «bedenklich und traurig».

GLP-Vizepräsident Martin Bäumle findet diesen Umstand, sollte er denn stimmen, «bedenklich und traurig».

Screenshot/Twitter
Das Hotel und Restaurant Ferus in Emmen,..

Das Hotel und Restaurant Ferus in Emmen,..

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Darum gehts

  • Gäste eines Restaurants in Emmen LU können länger als 19 Uhr bleiben, wenn sie pro forma ein Zimmer buchen.

  • Dies geht aus einem E-Mail hervor, das auf Twitter die Runde macht.

  • Seit Freitag herrscht für Restaurants eine Sperrstunde um 19.00 Uhr.

«Leb dein Leben wie gehabt», steht in einem Werbe-E-Mails, das mehrere Twitter-User des Gastronomie-Unternehmen Sinnvoll Gastro aus Luzern erhielten – kurz nachdem Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Freitag die neuen Corona-Massnahmen des Bundes verkündet hatte. Das zum Unternehmen gehörende Hotel und Restaurant Ferus in Emmen bietet seinen Gästen im Mail an, ein «Proforma-Zimmer» zu buchen und damit die Sperrstunde zu umgehen. «Wir sorgen dafür, dass alles beim Alten bleibt», heisst es dazu.

Die Reaktionen darauf liessen nicht lange auf sich warten. «Ich hoffe, die kriegen eine saftige Busse», heisst es von einem User auf Twitter. Ein anderer bezeichnet das Verhalten als asozial. Auch Nationalrat Martin Bäumle kommentiert: «Wenn das stimmt: bedenklich und traurig!»

Philippe Giesser von Sinnvoll Gastro bestätigt, dass das Unternehmen solche Zimmer anbiete. «Der Ausdruck Proforma ist etwas ungünstig gewählt, das sehe ich jetzt ein», sagt er zu den Vorwürfen. Er sehe sich aber aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, diese «spitzfindige» Idee umzusetzen, um seine Angestellten weiterhin beschäftigen zu können – auch wenn das bedeute, die geltenden Massnahmen zu umgehen. «Ich bin ein Schlitzohr.» Die «Idee» sei es aber schon, dass die Gäste nach dem Essen über Nacht bleiben. Auch wenn das Wort Zimmer im Newsletter in Anführungszeichen geschrieben ist.

Man habe im Ferus bereits 60 Reservationen für den Samstag gehabt, als der Bund am Freitag die neuen Regeln bekanntgegeben habe. So bliebe nichts mehr übrig, als die bereits gekauften Nahrungsmittel zu verschenken. «Aber unsere Taschen sind halt auch leer.» Wenn es möglich werde, werde er für das Ferus die Härtefallverordnung des Bundes in Anspruch nehmen.

Dass die Corona-Situation derzeit gefährlich sei, sehe er ein. «Aber es ist halt ein Abwägen zwischen Gesundheit und Wirtschaft.»

Anders sieht das eine Leser-Reporterin, die mit einem Tweet auf das Angebot des Restaurants aufmerksam gemacht hatte: «Wir, die uns an die Regeln halten, stehen schlecht da. Und dann kommen solche Restaurant-Betreiber und machen, was sie wollen.»

Ob das Angebot des Ferus legal sei oder nicht, wisse sie nicht. «Aber korrekt ist es nicht.» Schliesslich sei die Gastro nicht die einzige Branche, die derzeit leide. Dass man sich in Restaurants durch Aerosole mit dem Coronavirus anstecken könne, sei auch bei eingehaltenem Schutzkonzept klar.

Deine Meinung

620 Kommentare
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parad oxon

14.12.2020, 00:52

lockdown jetzt oder maske weg

Hemp

13.12.2020, 21:57

in knapp 10 Monaten 134 Coronatote im Kanton Luzern, bei über 400000 Einwohner... Es sterben jeden Tag durchschnittlich 190 Menschen in der Schweiz, dies hat sich auch mit Corona nicht verändert. Alles Panikmache! Die Spitäler sind immer stark ausgelastet, sonst wird gekürzt! Der PCR Test wird missbräuchlich verwendet, der Erfinder dieses Test hat vor einer solchen Situation gewahrnt, ist zufälligerweise letztes Jahr an einer Atemwegsinfektion gestorben, bestimmt der 1. Corinatote...

Chor Rona

13.12.2020, 19:29

Der Beizer seperiert die Gäste in verschiedenen Zimmern wenn ich das richtig verstanden habe, während unser Parlament mit 50 Leuten von denen gerade mal die Hälfte eine Maske trägt Ueli Maurers Jubiläum feiert (in 1 Raum) Wurde hier von der Kapo Bern eigentlich eine Untersuchung eingeleitet???!!!