Laut Impfpapier vom Bund : Restaurants und Clubs sollen Geimpfte bevorzugt behandeln können
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Laut Impfpapier vom Bund Restaurants und Clubs sollen Geimpfte bevorzugt behandeln können

Wieder ins Fitnessstudio oder ins Restaurant gehen: Laut einem Geheimpapier des Bundes sollen Geimpfte künftig Privilegien geniessen.

von
Lea Gnos
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Statt noch bis im Sommer alles verboten zu lassen, sollte für Personen mit einer Green Card der Besuch von Fussballmatches, Clubs, Openairs und Festivals wieder möglich sein.

Statt noch bis im Sommer alles verboten zu lassen, sollte für Personen mit einer Green Card der Besuch von Fussballmatches, Clubs, Openairs und Festivals wieder möglich sein.

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Clubs könnten Ungeimpften Einlass verbieten. 

Clubs könnten Ungeimpften Einlass verbieten.

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Ein Green Pass, der Geimpften gewisse Erleichterungen erlaubt, steht in der Schweiz zur Debatte.

Ein Green Pass, der Geimpften gewisse Erleichterungen erlaubt, steht in der Schweiz zur Debatte.

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Darum gehts

  • Wer sich gegen Corona impfen lässt, soll eine Vorzugsbehandlung geniessen können.

  • Am Mittwoch hat der Bundesrat Beschlüsse in einem Impfpapier festgehalten .

  • Restaurants könnten demnach Ungeimpften den Einlass verbieten.

Mit dem Green Pass zurück in die Normalität. Wieder in den Ausgang und Restaurants besuchen: In der Schweiz könnten Privilegien für Geimpfte bald möglich sein. Israel macht es bereits vor: Über 3,2 Millionen Einwohner von knapp neun Millionen dürfen seit Sonntag wieder Fitnessstudios, Restaurants, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gewährt werden ihnen die Vorzüge in der Pandemie, weil sie geimpft sind oder Antikörper gegen das Coronavirus aufgebaut haben.

Auch unsere Landesregierung soll am Mittwoch laut «Blick» beschlossen haben, eine Sonderbehandlung nach Impfstatus zu ermöglichen. Die Zeitung zitiert aus einem Impfpapier des Innendepartements von Alain Berset (48, SP). Das Parlament wird voraussichtlich auch beim Papier mitreden wollen.

Restaurants sollen Geimpfte bevorzugt behandeln können

Private Gewerbe- und Kulturbetriebe sollen Geimpfte bevorzugt behandeln können. Wer belegen kann, dass er geimpft ist, soll nach den Plänen des Bundesrats wieder in Clubs und ins Theater dürfen, aber auch im Inneren eines Restaurants bewirtet werden können. «Betreiber und Veranstalter müssten in diesem Fall einen entsprechenden Nachweis einer vollständig durchgeführten Impfung verlangen», soll es in der vom Bundesrat genehmigten Lösung heissen.

Wer sich wegen Allergien oder einer Schwangerschaft nicht impfen lassen kann, soll nicht benachteiligt werden. Mit einem negativen Corona-Test soll man trotzdem in den Ausgang können.

Wie sieht es am Arbeitsplatz aus? Ein Spezialfall seien Spitäler und Heime, steht im vertraulichen Papier. Laut Epidemiengesetz ist es zudem möglich, für das Pflegepersonal eine Impfpflicht auszusprechen. Jedoch sind dafür die Kantone zuständig.

Trotzdem Maske im ÖV

Im Öffentlichen Verkehr sollen Geimpfte weiterhin Maske tragen müssen, weil der Aufwand riesig wäre, wenn bei jedem Fahrgast kontrolliert werden müsste, ob er geimpft wurde oder nicht.

Die Regelungen sollen ab Mai oder Juni in Kraft gesetzt werden, dann, wenn ein Grossteil der Bevölkerung sich impfen lassen konnte. Die Bevorzugung soll gelten, bis ein Grossteil der Bevölkerung gegen Corona immun ist, das könnte allenfalls bis Anfang September der Fall sein.

Eine Studie aus Israel legt erstmals nahe, dass die Impfung auch Übertragungen verhindert: Personen, die mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft wurden, waren zu 89,4 Prozent nicht ansteckend.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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