Aktualisiert 05.08.2008 17:19

TriathlonReto Hug: Letzte Chance auf olympisches Edelmetall

Während zwei Jahren hatte Reto Hug (33) den Anschluss an die Triathlon-Weltspitze verloren. Jetzt ist der Routinier wieder da und peilt eine Medaille an.

Mit WM-Bronze im Juni in Vancouver hat sich der angehende Physiotherapeut eindrücklich zurückgemeldet. Hug hat seine Ausbildung auf diese Saison hin unterbrochen und setzt wieder voll auf die Karte Triathlon. Der Europameister von 1999, WM-Zweite von 2005 und WM-Dritte von 2008 will sein Palmarès mit olympischem Edelmetall komplettieren.

Dazu schloss er sich der Trainingsgruppe des Australiers Brett Sutton an. Hug: «Es gibt bei ihm nur zwei Arten von Training: entweder sehr locker oder sehr hart, aber kein Mittelding.» Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Nicola Spirig baute Hug von Mitte Mai an in Leysin während zwei Monaten am Fundament für Olympia. Trainingspartner war unter anderen der Brite Stephan Bayliss. Mit dem Sieger des Ironman Südafrika machte er «kernige, längere Rad­ausfahrten von bis zu 120 Kilometern». Hug geht davon aus, in Peking auf dem Rad alle Fluchtversuche mitgehen zu können, und danach seine Stärke auszuspielen – das Laufen.

Die Erwartungen sind hoch, auch bei Triathlon-Nationaltrainer Iwan Schuwey: «Reto Hug bringt alle Voraussetzungen mit, um in Peking ein fantastisches Resultat zu erzielen.» Es sind die dritten (und wohl letzten) Olympischen Spiele des 33-Jährigen: 2000 in Sydney wurde er Achter, 2004 in Athen musste er sich mit dem 40. Platz begnügen.

SI

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