«Grosser Mist»: Retouren führen zu Chaos an den Kiosken

Aktualisiert

«Grosser Mist»Retouren führen zu Chaos an den Kiosken

Der Service, Retoursendungen an Zalando, Digitec-Galaxus und Co. an Kiosken anzunehmen, ist beliebt, stellt aber Angestellte und Kioskbetreiber vor grosse Probleme.

von
chk
1 / 3
Online-Shopper sorgen für Stress: K-Kiosk von Valora. (Archivbild)

Online-Shopper sorgen für Stress: K-Kiosk von Valora. (Archivbild)

Keystone/Marcel Bieri
«Es ist ein grosser Mist», sagt eine Berner Kioskverkäuferin. (Archivbild)

«Es ist ein grosser Mist», sagt eine Berner Kioskverkäuferin. (Archivbild)

Keystone/Marcel Bieri
Das Chaos könne sogar die Sicherheit der Angestellten beeinträchtigen: «Der Fluchtweg für das Personal ist öfter mit Paketen zugestellt.» (Archivbild)

Das Chaos könne sogar die Sicherheit der Angestellten beeinträchtigen: «Der Fluchtweg für das Personal ist öfter mit Paketen zugestellt.» (Archivbild)

Keystone/Marcel Bieri

Retouren von Zalando, Digitec-Galaxus, Intersport und anderen Onlinehändlern sorgen in den Kiosken des Detailhändlers Valora für Stress. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Online-Shopper können an den K-Kiosken von Valora Pakete zurückbringen.

Der Service ist beliebt. Angestellte und Kioskbetreiber stellt das vor grosse Probleme. In den oft kleinen Läden fehlt es an Platz, die Päckli zu verstauen. «Es ist ein grosser Mist», sagt eine Berner Kioskverkäuferin der Zeitung. Die Zusatzarbeit habe in letzter Zeit deutlich zugenommen. Längst könne man nicht mehr alle Päckli annehmen.

Sicherheit beeinträchtigt

Eine Betreiberin mehrerer Kioske aus dem Kanton Zürich kämpft mit ähnlichen Schwierigkeiten. «Die Päckli stehen den Verkäuferinnen im Weg. Doch wenn wir sie nicht annehmen, reklamieren die Kunden». Das Chaos könne sogar die Sicherheit der Angestellten beeinträchtigen, schreibt die «SonntagsZeitung». «Der Fluchtweg für das Personal ist öfter mit Paketen zugestellt», sagt sie.

Mitunter bringen Kiosk-Kunden auch grosse Rücksendungen wie Bettgestellte, Teppiche und Fernseher. Laut mehreren Agenturleitern lohnt sich der Paketservice für sie nicht. Die Kommission sei gering, und den Absatz kurbeln die Päckli-Retouren nicht an. «Diese Kunden kaufen meist nicht mal einen Kaugummi», sagt eine Kioskleiterin.

Valora kennt die Probleme kaum

Der Kioskbetreiber Valora winkt ab: «In den vergangenen drei Monaten haben wir von der grossen Mehrheit der Verkaufsstellen keine entsprechenden Rückmeldungen erhalten», sagt Sprecherin Christina Wahlstrand zu 20 Minuten. Nur am Wochenende gebe es manchmal Probleme, weil die Pakete nicht täglich abgeholt würden.

Wenn die Platzverhältnisse die Annahme von Paketen erschwere, suche Valora mit den betroffenen Verkaufsstellen eine Lösung – man organisiere dann etwa mehr Abholungen oder miete einen separaten Raum an.

Valora arbeitet für die Paket-Dienste mit Päckli Punkt, UPS, Swisscom und der Schweizerischen Post zusammen. Einzelne Verkaufsstellen können laut dem Unternehmen nicht mitbestimmen, ob sie Pakete annehmen oder nicht. Im Fall von Päckli Punkt liege es bei besonders grossen Paketen aber im Ermessen der Verkaufsstelle, ob diese angenommen werden oder nicht.

Deine Meinung