Aktualisiert 18.12.2008 15:10

Seenot im NirgendwoRettet dieser Anzug den Schweizer Segler?

Nach dem Kielbruch und der improvisierten Reparatur steckt der Schweizer Segler Dominique Wavre in grossen Schwierigkeiten. Winde mit bis zu 40 Knoten machen seinem ramponierten Boot zu schaffen. Für den Notfall ist der Romand gerüstet.

Er ist in guter Verfassung, ruhig, gesund und fühlt sich gut. So die Informationen der Pressestelle nach Anfrage von 20 Minuten Online: «Seinen Überlebensanzug trägt er nicht – aber er liegt griffbereit.» Genau wie die Rettungsinsel. Die Überlebensutensilien kommen nur im äussersten Notfall zum Zug. Die Insel gar nur, wenn Wavre sein Schiff verlassen muss. Soweit ist es noch nicht.

Wie in der Formel 1 gilt auch im Segeln: Eine gute Ausrüstung kann Leben retten. Das Rettungsequipment muss Wavre notfalls tagelang auf offenem Meer über Wasser halten und seine Körperfunktionen aufrechterhalten. Dazu gehört vor allem, dass der Segler nicht unterkühlt.

Dass das nicht geschieht, dafür sorgt ein 3 Millimeter Neopren-Anzug mit eingearbeitetem Titanium und Nylon. Über 1000 Franken kostet die von Wavre verwendete Schutzkleidung. Sie darf ihn bei den Manövern auf dem Boot nicht behindern, also genug Bewegungsfreiheit lassen. Andererseits muss das Teil genügend Schutz bieten, sollte der Schweizer über Bord gehen – wasserdicht sein und isolierend wirken. Über einen Sicherheitsgurt kann er sich am Boot befestigen. Der Anzug ist mit diversen Taschen ausgerüstet. Dort kann Wavre eine Leuchtpistole, einen Sender oder Proviant verstauen.

Im Moment, so die Angaben der Pressestelle, trägt Wavre den Schutzanzug trotz starker Winde nicht. Bis am späten Donnerstag-Nachmittag will er in ruhigeren Gewässern angekommen sein.

(tog)

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