Rettung in Sicht: Rettet Fiat mit Unterschrift Autobauer Chrysler?

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Rettung in SichtRettet Fiat mit Unterschrift Autobauer Chrysler?

Der italienische Autohersteller Fiat will nach Angaben aus Verhandlungskreisen eine Vereinbarung über eine Allianz mit dem US-Autobauer Chrysler unterzeichnen. Damit wäre der schwer angeschlagene Konzern vorerst aus dem Schneider.

Die Partnerschaft ist das letzte Teilstück eines umfassenden Sanierungsplans zur Rettung von Chrysler. Die US-Regierung hat dem Konzern eine Frist bis Donnerstag gesetzt, um mehrere Bedingungen für eine weitere Unterstützung zu erfüllen.

Zu den Bedingungen gehören eine Einigung mit den Gläubigern über einen Tausch von Schulden gegen Aktien und eine Einigung mit der Gewerkschaft über Kostensenkungen. Es wurde erwartet, dass die Gewerkschaft UAW am (heutigen) Mittwochabend eine Vereinbarung mit Chrysler unterzeichnen wird. Vier grosse Gläubigerbanken haben ausserdem bereits einer Umschuldung des Unternehmens zugestimmt. Eine zumindest zeitweise Insolvenz sei aber immer noch möglich, falls vier kleinere Gläubiger dem Plan nicht zustimmen sollten, hiess es aus Verhandlungskreisen in Detroit.

Nach Angaben eines Gewährsmanns soll Fiat zunächst einen Anteil von 20 Prozent an Chrysler übernehmen und im Gegenzug die Chrysler-Technologie für die Produktion von Kleinwagen und Motoren erhalten. Später könne der Anteil auf 35 Prozent steigen. Ein Fiat-Sprecher wollte sich zunächst nicht zu dem Abkommen äussern. (dapd)

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