Aktualisiert 31.03.2011 21:45

HelikopterabsturzRettung durch Wetter stark erschwert

Die Bergung der drei Männer, die beim Absturz eines Militärhelis verletzt worden waren, stellte die Retter vor eine schwere Aufgabe.

von
Stefanie Nopper
Das Wrack des abgestürzten Militärhelikopters: Die Piloten sind ausser Lebensgefahr. Foto: Keystone)

Das Wrack des abgestürzten Militärhelikopters: Die Piloten sind ausser Lebensgefahr. Foto: Keystone)

Beim Absturz im Maderanertal wurden zwei Militärpiloten im Cockpit eingeklemmt und mussten gemäss Bernhard Müller, Chef Einsatz der Luftwaffe, am Mittwochabend mit schwerem Gerät aus dem Wrack geschnitten werden. Der Flugbegleiter wurde nur leicht verletzt und konnte das Spital bereits wieder verlassen. «Die Rettung in 2300 Metern Höhe war nicht einfach», so Müller, «eine kompakte Wolkenschicht und Hangnebel erschwerten den Einsatz und verunmöglichten die Landung des Rettungshelikopters.» Erst zwei Stunden nach Eingang des Notsignals konnte die Luftwaffe am Unglücksort landen. «Vorher sahen wir nichts, weil die Wolken so dicht waren», so Müller. Nach der sechsstündigen Aktion wurden die Piloten der Luftwaffe – ein Kommandant und sein Schüler – von der Rega, die ebenfalls aufgeboten werden musste, ins Spital geflogen. Müller: «Sie erlitten diverse Knochenbrüche.» Es bestehe jedoch keine Lebensgefahr, ihr Zustand sei stabil.

Auch für Rega-Pilot Andy Bauer war das Wetter ein Hindernis: «Die Rettung musste wegen Schneefall und Nebel immer wieder unterbrochen werden.» Gemäss Notärztin Sonja Joller hatten sich die Piloten durch das lange Warten auf die Retter unterkühlt.

Der Unfall ereignete sich im Rahmen eines Umschulungskurses für Cougar-Helikopter. Die Untersuchung des Unfallhergangs und des Wracks übernimmt das Militär.

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