«Geheimniskasten»: Rettung für Ruder-Mekka?
Aktualisiert

«Geheimniskasten»Rettung für Ruder-Mekka?

Der Rudersport in Luzern ist gefährdet. Ein neues Ruderzentrum am Rotsee soll nun den Regattaverein retten.

von
Sarah Rivoli
So soll das «Himitsu Bako» aussehen.

So soll das «Himitsu Bako» aussehen.

Damit auf dem Rotsee auch in Zukunft internationale Ruderwettkämpfe stattfinden können, soll bis 2016 ein neues Ruderzentrum gebaut werden. «Ohne die internationalen Wettkämpfe wäre die

Ruderwelt Luzern extrem gefährdet», sagt Peter Ottiger, Marketingchef beim Regattaverein Luzern. Wegen der veralteten Infrastruktur konnte 2011 erstmals keine Weltmeisterschaft durchgeführt werden.

«Himitsu Bako» gewinnt Architekturwettbewerb

Im Auftrag des 2010 gegründeten Vereins Natur­arena Rotsee kämpften fünf Architekturbüros um das ­Design des neuen Ruderzentrums. Mit der Holzkonstruktion «Himitsu Bako», japanisch für «Geheimniskasten», konnte das Zürcher Architektenduo Andreas Fuhri­mann und Gabrielle Hächler die Fachjury überzeugen. «Wir haben uns intensiv mit dem Rudersport beschäftigt und Interviews mit Athleten geführt», erklärt Hächler. ­Neben dem Bau der neuen Anlage sollen auch Wege, Plätze und Uferzonen rund um den Rotsee aufgewertet werden.

Kanton in schwieriger finanzieller Lage

16 Millionen Franken soll das gesamte Projekt kosten. Kanton und Stadt Luzern sowie die Gemeinde Ebikon sollen dem Verein 11 Mio. Fr. beisteuern. Ob der Kanton die von ihm geforderten fünf Millionen beitragen kann, ist aber offen: «Die finanzielle Lage des Kantons ist zurzeit schwierig», sagt Regierungsrat Robert Küng. «Es muss noch genau geprüft werden, wie hoch die Unterstützung ausfallen wird.»

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