Aktualisiert 18.05.2005 09:49

Rettung von Film- und Tondokumenten

Der Bundesrat will mit 11,7 Millionen Franken einen weiteren Beitrag zur Erhaltung des audiovisuellen Erbes der Schweiz leisten.

Er hat die Botschaft über Finanzhilfen an den Verein Memoriav verabschiedet, der sich um die Erhaltung und Archivierung von alten Film- und Tonaufnahmen kümmert.

Der Zahlungsrahmen gilt für die Jahre 2006 bis 2009 und soll dem Verein helfen, seine wichtige Aufgabe im öffentlichen Interesse zu erfüllen, wie das Eidgenössische Departement des Innern am Mittwoch mitteilte. Mit dem dazugehörigen Gesetz will der Bundesrat die Finanzhilfe zugleich auf eine genügende gesetzliche Grundlage stellen und damit eine heute bestehende Lücke schliessen. Der Verein Memoriav wurde 1995 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, gefährdete audiovisuelle Dokumente über die jüngste Geschichte der Schweiz zu erschliessen, zu sichern und über ein Netzwerk zu vermitteln. Damit soll ein wichtiger Bestandteil der kollektiven Identität der Schweiz bewahrt werden. Dem Verein gehören mittlerweile über 150 meist institutionelle Mitglieder an. Der Bund hat Memoriav als Gründungsmitglied von Beginn an massgeblich unterstützt. Für die Jahre 2002 bis 2005 wurde ein Zahlungsrahmen von zwölf Millionen Franken gesprochen, was 80 Prozent des gesamten Budgets des Vereins entsprach. (dapd)

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