Traurige Realität: Rettungssanitäter werden immer häufiger angegriffen
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Traurige RealitätRettungssanitäter werden immer häufiger angegriffen

Immer häufiger werden Sanitäter beim Hilfeleisten angegriffen. Das Kantonsspital Luzern bereitet deshalb seine Angestellten in Kursen auf mögliche Gewalt vor.

Was noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre, ist heute traurige Realität: «Bei Rettungseinsätzen vor Ort nimmt die Gewalt an Rettungssanitätern tendenziell zu», sagt Günther Becker, Leiter Sanitätsnotruf am Kantonsspital Luzern. Erst kürzlich habe es auf der Autobahn einen solchen unerwarteten Angriff gegeben. «Dabei wurde der Sanitäter an der Nase leicht verletzt», so Becker. Die Gewalt gegen die Helfer sei primär ein städtisches Problem. Bei den Tätern handle es sich um Männer. «Fälle von gewalttätigen Frauen sind mir nicht bekannt.» Die Übergriffe passieren meist in den Abendstunden und sind von Wochentagen unabhängig – eine Häufung am Wochenende gibt es laut Becker nicht.

Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf die Ausbildung von neuen Rettungssanitätern: Der Rettungsdienst bereitet sie speziell auf mögliche Attacken vor. Becker will aber noch einen Schritt weitergehen: «Auch langjährige Mitarbeiter sollen die entsprechende Ausbildung in nächster Zeit nachholen.»

(dag/mfe)

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