Nach 11 Tagen auf hoher See: Rettungsschiff mit 180 Flüchtlingen an Bord in Sizilien gelandet
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Nach 11 Tagen auf hoher SeeRettungsschiff mit 180 Flüchtlingen an Bord in Sizilien gelandet

Das private Rettungsschiff «Ocean Viking» hat die Erlaubnis erhalten, italienisches Festland anzusteuern. Zuvor hatte Italien lange gezögert, wie mit dem Schiff mit 180 Flüchtlingen an Bord zu verfahren sei.

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Das Rettungsschiff Ocean Viking ist in Sizilien gelandet.

Das Rettungsschiff Ocean Viking ist in Sizilien gelandet.

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Am 25. und 26. Juni hatte das private Rettungsschiff 180 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet.

Am 25. und 26. Juni hatte das private Rettungsschiff 180 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet.

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Nach elf Tagen auf hoher See durfte das Schiff nun Italien ansteuern.

Nach elf Tagen auf hoher See durfte das Schiff nun Italien ansteuern.

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Darum gehts

  • Die «Ocean Viking» hat einen sizilianischen Hafen anlaufen dürfen.
  • Das Rettungsschiff mit 180 Geflüchteten an Bord war 11 Tage auf hoher See ohne Erlaubnis, italienisches Festland anzusteuern.
  • Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée fordert, dass für die Menschen in Notlage psychologische Hilfe bereitgestellt wird.

Das private Rettungsschiff «Ocean Viking» ist mit 180 Migranten an Bord durfte am Montag in Porto Empedocle auf Sizilien einlaufen. Das teilte die Organisation SOS Méditerranée mit. Im Hafen im Gebiet von Agrigent an der Südwestküste sollten die aus Seenot geretteten Menschen nach italienischen Angaben auf die Quarantänefähre «Moby Zaza» gebracht werden.

Die Regierung in Rom hatte am Wochenende nach langem Zögern ihr Okay für die Übernahme auf das Quarantäneschiff gegeben. Die «Ocean Viking» hatte die 180 Menschen am 25. und 30. Juni aus dem Mittelmeer gerettet. SOS Méditerranée wiederholte die Forderung, dass zumindest 44 Menschen, die sich in einer psychologischen Notlage befänden, «so schnell wie möglich an einen sicheren Ort an Land» gebracht werden sollten.

Keine sicheren Häfen während Corona

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Trotzdem brechen Migranten von Libyen und Tunesien in Richtung Europa auf. Rom und Valletta nahmen zuletzt zwar wieder Menschen von Schiffen auf, doch die Länder zögern mit der Zuweisung von Häfen oft lange. Sie fordern von anderen EU-Staaten regelmässig Zusagen für die Weiterverteilung der Menschen.

(SDA)

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