Rettungsschwimmer suchen verzweifelt nach Kursleitern
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Rettungsschwimmer suchen verzweifelt nach Kursleitern

Die Badesaison naht – doch den Rettungsschwimmern in der Region geht der Nachwuchs aus. Immer weniger «Lifeguards» sind bereit, ihr Wissen in einem Kurs weiterzugeben. Dabei wäre dies dringend notwendig.

Ob besorgte Mutter, Lehrer oder Bademeister: Für die kommende Badesaison wollen sich viele mit einem Rettungsschwimmer-Brevet fit machen. «Ohne Werbung zu machen ist die Nachfrage nach Kursplätzen gross», bestätigt Luzia Hitz von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft Bern. «Weil wir aber immer weniger Leiter haben, können wir nicht genügend Kurse anbieten», klagt Hitz.

Mit Personalmangel hat auch der Präsident der Sektion Solothurn, Andreas Baumgartner, zu kämpfen: «Die Anzahl aktiver Vereinsmitglieder, die bereit sind, einen Kurs zu übernehmen, nimmt ab.»

Dieser Trend ist umso alarmierender, als immer mehr Wasserratten die richtige Schwimmtechnik nicht beherrschen und sich höchst unsicher im Nass bewegen – nicht selten mit fatalen Folgen. So kam es heuer bereits in den ersten Sommerwochen zu mehreren tödlichen Badeunfällen. Besonders in reissenden Gewässern würden viele schnell in Panik geraten, sagt Hitz. «Da können Menschen mit technischem Know-how über Leben und Tod entscheiden», so Baumgartner.

Sabrina Müller

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