Rezept-Medis aus dem Web: Legal, aber riskant
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Rezept-Medis aus dem Web: Legal, aber riskant

Der Medikamentenhandel im Internet nimmt laut einer UN-Studie bedenkliche Ausmasse an. Auch in der Schweiz werden immer mehr Medis über das Internet bestellt.

Die UN-Drogenbehörde (INCB) schlägt in ihrem Jahresbericht Alarm: Verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept werden immer häufiger über Internetapotheken vertrieben.

Auch in der Schweiz bestellen immer mehr Leute Arzneien aus dem Internet, wie das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic bestätigt. Vor allem rezeptpflichtige Medikamente wie Viagra oder Xenical erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Da solche Online-Bestellungen aber nicht gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen, sind sie in der Schweiz (für den Eigengebrauch) trotz Rezeptpflicht zulässig. Dazu Swissmedic-Pressesprecherin Nicole Wyss: «Nur wer Medikamente bestellt, die Betäubungsmittel enthalten, macht sich strafbar. Zu diesen gehören zum Beispiel Valium oder Ritalin.»

Trotzdem warnt die Swissmedic ausdrücklich vor dem Kauf jeglicher Arzneimittel im Web, da bei solchen Produkten in der Regel keine oder nur ungenügende Angaben zu möglichen Risiken gemacht werden.

«Wer aus dem Internet Medikamente bezieht, gefährdet seine Gesundheit», so Nicole Wyss.

Philippe Zweifel

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