Rheinbord bleibt Basels Müllhalde Nummer eins
Aktualisiert

Rheinbord bleibt Basels Müllhalde Nummer eins

Das neue Abfallkonzept am Rheinbord hat nichts gebracht: Die Abfallmenge steigt weiter, und der grösste Teil des Mülls landet am Boden.

«Wir sind mit dem Resultat des neuen Konzepts nicht zufrieden», sagt Axel Fischer, Stv. Leiter Stadtreinigung.

Mit mehr Abfallkübeln und 15 770-Liter-Containern wollte die Stadt dem Littering trotzen. Ohne Erfolg: Laut Fischer ist die Abfallmenge am Rheinbord insgesamt um mehr als 10 Prozent gestiegen, und davon landen weiterhin rund 30 Prozent am Boden.

Problemzonen sind die «Florabeach» und der «Affenfelsen». Dort wird oft von 22 bis 5 Uhr gefeiert. Diese Leute hätten kein Unrechtbewusstsein bezüglich Abfall, so Fischer. «Und wenn unsere Männer sie ansprechen, werden sie oft angepöbelt oder sogar bedroht.» Positiv seien die Buvette und das Kulturfloss zu erwähnen. «Beide helfen uns enorm, indem sie selbst putzen.»

Wie das Rheinbord künftig sauberer werden soll, bleibt offen. Die Stadtreinigung ist am Limit. Die Männer in Orange sind täglich drei- bis zu sechsmal auf Tour. Fischer: «Wir können nicht mehr tun.» Eine Sperrung der Problemzonen brächte laut Fischer nur eine Verlagerung. Auch Bussen für Abfallsünder seien keine Lösung. «Vielleicht würde so das Unrechtbewusstsein gestärkt», sagt Fischer. Aber die Durchsetzung sei fast nicht möglich.

Christian Degen

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