Fantasy-Hype: Rheinfelder starten mit Cosplay-Shop durch
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Fantasy-HypeRheinfelder starten mit Cosplay-Shop durch

Die Requisiten von Folkenstal sind international bekannt. Via Online-Shop möchte ein Trio aus Rheinfelden nun die Cosplay-Welt erobern.

von
Chris Stoecklin
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Die Requisiten von Folkenstal sind international bekannt. Nun versuchen Bastian Fischer (auf dem Bild), Ana Loparic und Zoe Plüss mit ihrem Online-Shop durchzustarten.

Die Requisiten von Folkenstal sind international bekannt. Nun versuchen Bastian Fischer (auf dem Bild), Ana Loparic und Zoe Plüss mit ihrem Online-Shop durchzustarten.

Folkenstal
Mit ihrem Online-Shop will das Trio der Cosplayer-Community den Zugang zu den Materialien, die zur Herstellung einer Rüstung oder Waffe notwendig sind, vereinfachen.

Mit ihrem Online-Shop will das Trio der Cosplayer-Community den Zugang zu den Materialien, die zur Herstellung einer Rüstung oder Waffe notwendig sind, vereinfachen.

Folkenstal
Die Kreationen von Ana Loparic alias Folkenstal sind spektakulär. Für die Erstellung einer gesamten Rüstung benötigt sie mehrere Wochen.

Die Kreationen von Ana Loparic alias Folkenstal sind spektakulär. Für die Erstellung einer gesamten Rüstung benötigt sie mehrere Wochen.

Folkenstal

Ob Schwerter aus Videospielen oder komplette Rüstungen aus der Fantasy-Welt: Wochenlang schuftet Ana Loparic (29) aus Rheinfelden im stillen Kämmerlein, um diese anzufertigen. In der Cosplay-Szene, wo sich Fans als Superhelden, Ritter oder Anime-Figuren verkleiden, ist die Polygraphin international unter dem Pseudonym Folkenstal bekannt. Zusammen mit ihren Freunden Bastian Fischer (29) und Zoe Plüss (22) möchte sie die Cosplay-Welt erobern. Mit ihrem neuen Online-Shop Cosplayschmiede wollen die drei den Fantasy-Fans Materialen einfacher zugänglich machen und ihnen auch gleich zeigen, wie man diese beim Basteln richtig benutzt.

«Cosplay ist extrem aufwendige Arbeit. Dazu kommt, dass das benötigte Material nicht oder oft nur limitiert und sehr teuer verfügbar ist», sagt Fischer. Die Idee für den Online-Shop sei aus dieser Problematik heraus entstanden. Immer wieder seien Freunde auf sie zugekommen, die Stoffe, Farben oder Ähnliches mitbestellen wollten. «Die Materialien im grösseren Stil zu importieren war letztendlich einfach sinnvoller», so der IT-Spezialist. Der Schweizer Markt sei dazu einfach noch zu klein. Zudem werde jedes Produkt erst auf seine Tauglichkeit gestestet, bevor es im Sortiment landet. Der Shop ist seit Anfang August online.

Von England bis Brasilien

Der Ruf der Marke Folkenstal ist international etabliert: Das Trio erhält Anfragen aus England, Amerika und Brasilien sowie Einladungen von Conventions in Übersee. Bereits hätten Fernsehteams aus Deutschland und Russland sie in Rheinfelden besucht. «Auch in der Schweiz ist Cosplay immer mehr im Trend», so Loparic. Der Menschenauflauf an der diesjährigen Fantasy Basel sei erst der Anfang gewesen. «Der Hype wird weiter zunehmen», ist sich das Trio sicher. Der Aufmarsch an ihrem Messestand sei enorm gewesen. «Zu unseren Workshops kamen jeweils um die 50 Leute», sagt Fischer.

Der Community zur Hand gehen werdem die drei auch weiterhin. Auf ihrer Website und sozialen Medien sind sie mit Tipps und Tricks zur Stelle.«Ich dokumentiere jede meiner Basteleien», so Loparic. So könne man selber auch Hand anlegen. «Wir wollen damit der Cosplay-Community auch etwas zurückgeben und sie damit unterstützen», betont Fischer.

Business-Plan steht

Schminke, Kontaktlinsen, Perücken oder Bastelzubehör und sogar thermoplastische Werkstoff werde man anbieten – und das zu guten Preisen. «Unser grösster Hit ist die Modelliermasse Cosplayflex. Unter Hitzeeinwirkung ist sie super formbar und klebt bombenfest», erklärt Fischer. Erst seit fünf Wochen gebe es das Material auf dem Markt. Zusammen mit einem deutschen Unternehmen wollen die drei damit den europäischen Cosplay-Markt erobern.

Das Trio versucht, sein Hobby in die schwarzen Zahlen zu bringen. Alles auf eine Karte setzen mit dem Online-Shop, wollen sie allerdings noch nicht. «Es gibt zwar einen klaren Business-Plan, aber noch behalten wir zur Sicherheit unsere Jobs», so Fischer. «Bei einer plötzlichen Nachfrageexplosion müssten wir allerdings noch einmal über die Bücher.»

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