Coronavirus: Ricardo-Nutzer verhökern Gratis-Selbsttests für 50 Franken
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CoronavirusRicardo-Nutzer verhökern Gratis-Selbsttests für 50 Franken

Seit dem 7. April können Schweizerinnen und Schweizer in Apotheken kostenlos Corona-Selbsttests beziehen. Obwohl diese gar nicht knapp sind, werden sie nun auf Ricardo verkauft. Das Auktionshaus nimmt Stellung.

von
Marcel Urech
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Ein Nutzer verlangt auf Ricardo 50 Franken für 5 Corona-Selbsttests.

Ein Nutzer verlangt auf Ricardo 50 Franken für 5 Corona-Selbsttests.

Screenshot Ricardo
30 Franken für 5 Corona-Selbsttests auf Ricardo – obwohl diese eigentlich gratis sind.

30 Franken für 5 Corona-Selbsttests auf Ricardo – obwohl diese eigentlich gratis sind.

Screenshot Ricardo
Die Selbsttests waren auf Ricardo über eine einfache Suche zu finden.

Die Selbsttests waren auf Ricardo über eine einfache Suche zu finden.

Screenshot Ricardo

Darum gehts

  • Seit 7. April gibt es in Apotheken Corona-Selbsttests, die der Bund bezahlt.

  • Obwohl die Tests gratis sind, verkaufen sie Händler nun auf Ricardo.

  • Ricardo lässt auf Anfrage verlauten, dass man solche Angebote lösche.

Der Bezug der Corona-Selbsttests, die seit 7. April in Schweizer Apotheken erhältlich sind, ist rationiert. Gegen Vorweisen der Krankenkassenkarte erhält jede Person pro Monat fünf Tests. Obwohl diese gratis sind und der Bund die Kosten übernimmt, verkaufen Nutzer die Tests nun auf Ricardo.

Ein Screenshot eines News-Scouts zeigt, dass ein User zum Beispiel fünf Testeinheiten für 30 Franken anbot. Ein weiterer Nutzer verlangte für fünf der Gratis-Selbsttests sogar 50 Franken.

Ricardo entfernt Angebote

Ricardo sagt auf Anfrage, dass das Auktionshaus solche Angebote entferne. «Es ist nicht im Sinne von Ricardo, dass ein solch kostenloses und limitiertes Produkt zur Eindämmung der Pandemie weiterverkauft und daraus ein Profit gezogen wird», teilt das Unternehmen mit.

In der Schweiz ist bisher nur der Selbsttest von Roche zugelassen. Nur Apotheken dürfen diesen anbieten. Wann Selbsttests auch im Schweizer Detailhandel erlaubt sind, ist laut BAG noch unklar.

So funktioniert der Selbsttest

Für die Laien-Selbsttests ist kein unangenehmes Eindringen in den hinteren Bereich der Nase und des Rachens notwendig, ein Abstrich aus der vorderen Nase reicht. Das Stäbchen mit dem Abstrich wird in eine Flüssigkeit gehalten, einige Tropfen von dieser Flüssigkeit träufelt man danach auf ein Plättchen, in dem sich der Teststreifen befindet. Wie bei einem Schwangerschaftstest wird nach der Wartezeit von 15 Minuten das Resultat auf dem Streifen sichtbar. Der Schnelltest zeigt an, ob im Körper Antigene gegen Corona vorliegen und somit eine Infektion besteht.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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