Aktualisiert 18.05.2005 12:59

Rice gegen Deutschland

US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat sich laut einem Bericht der «Washington Post» vom Mittwoch gegen einen ständigen UN-Sitz für Deutschland ausgesprochen.

Die Zeitung beruft sich in dem Artikel auf ein vertrauliches Dokument vom 5. Mai. Demnach soll Rice vor der Arbeitsgruppe des Kongresses zur Reform der Vereinten Nationen erklärt haben, es gebe «keinen guten Grund, einem weiteren Mitglied der Europäischen Union einen permanenten Sitz zuzugestehen». Die Aktennotiz soll vom Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, George Ward, stammen und an die Zeitung durchgesickert sein. Rice hat Unterstützung für den Antrag Japans auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekundet, sich zu entsprechenden Bemühungen Deutschlands, Indiens und Brasiliens bislang aber nicht geäussert. Eine amtliche Bestätigung des Zeitungsberichts lag zunächst nicht vor. Ständige Mitglieder des Sicherheitsrats sind zurzeit die USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich und China. Die zehn weiteren Ratsmitglieder wechseln nach einer zweijährigen Amtsphase. (dapd)

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