Rice schickt Vize-Aussenminister zu Darfur-Gesprächen
Aktualisiert

Rice schickt Vize-Aussenminister zu Darfur-Gesprächen

Die USA haben am Montag den stellvertretenden Aussenminister Robert Zoellick nach Afrika entsandt, um die Friedensverhandlungen für die sudanesische Krisenregion Darfur voranzutreiben.

Zoellicks Reise wurde bekanntgegeben, nachdem der erste Tag einer 48-stündigen Fristverlängerung für eine Einigung ergebnislos verstrichen war. «So lange die Parteien reden, gibt es noch die Möglichkeit einer Einigung», sagte US-Aussenministerin Condoleezza Rice.

Die Gespräche zwischen Regierung und Rebellen sollen bis Mitternacht am Dienstag dauern, teilten AU-Vermittler in der Nacht zum Montag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja mit, wo die Konfliktparteien seit zwei Jahren um ein Ende der Gewalt ringen. Vertreter der sudanesischen Rebellen hatten am Sonntag den Entwurf für ein Abkommen zur Befriedung Darfurs zurückgewiesen. Die Regierung dagegen hatte ihre Bereitschaft zur Unterzeichnung des Dokuments erklärt, das von den Vermittlern vorgelegt wurde. Sie signalisierte die Bereitschaft aber erst, nachdem abzusehen war, dass die Rebellen nicht zustimmen würden.

Die seit drei Jahren anhaltende Gewalt in der westsudanesischen Region Darfur hat bislang rund 200.000 Menschen das Leben gekostet. Rund zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. (dapd)

Deine Meinung