Simbabwe: Rice warnt Mugabe
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SimbabweRice warnt Mugabe

US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat den simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe davor gewarnt, die Stichwahl am Freitag wie geplant abzuhalten und sich hinterher zum Sieger auszurufen.

Wegen des Boykotts der Opposition kann die Wahl unter keinen Umständen als rechtmässig anerkannt werden, jedes Ergebnis ist damit illegitim, wie Rice in Kyoto zu Beginn der Beratungen eines Aussenministertreffens der G-8-Staaten sagte.

Rice betonte, Mugabe solle auf das Angebot von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit eingehen. Tsvangirai hat eine Übergangsregierung vorgeschlagen, in der er mit Mugabes Regierungspartei ZANU-PF zusammenarbeiten würde, nicht jedoch mit dem Machthaber selbst. Der Oppositionsführer hatte seine Kandidatur am Sonntag wegen der eskalierenden Gewalt und Einschüchterungskampagnen zurückgezogen.

Die Minister der acht grössten Industriestaaten sollten bei ihrem Treffen in Japan auch über die Krise in Simbabwe sprechen. (dapd)

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