Rice: «Wir hoffen»
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Rice: «Wir hoffen»

Mit einem Vorschlagspaket zur Beendigung der Gewalt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz fliegt US-Aussenministerin Condoleezza Rice erneut in den Nahen Osten. Sie wird am späten Samstagabend in Israel erwartet.

«Wir hoffen, ein baldiges Ende dieser Gewalt herbeiführen zu können», sagte Rice am Freitag in Malaysia, wo sie an einer Konferenz des Verbandes Südostasiatischer Staaten (ASEAN) teilgenommen hatte. Die USA streben eine dauerhafte Friedenslösung im Nahen Osten an.

Unter anderem bemüht sich Rice um eine internationale Vereinbarung zur Stationierung einer multinationalen Friedenstruppe im Libanon unter dem Mandat der Vereinten Nationen. Ihr Vorschlag sieht nach Angaben aus US-Regierungskreisen unter anderem auch die Entwaffnung der Hisbollah und die Eingliederung der Kämpfer in die libanesischen Streitkräfte vor. Im Südlibanon soll als Puffer zu Israel eine Sperrzone eingerichtet werden. Rice will ausserdem einen internationalen Wiederaufbauplan für den Libanon.

Die US-Aussenministerin wird nach Angaben eines ranghohen Beamten aus ihrem Ministerium in Israel mit Ministerpräsident Ehud Olmert und ihrer Kollegin Zipi Livni zusammentreffen. Rice hatte bereits zu Beginn der Woche Gespräche in Israel und dem Libanon geführt.

UN-Generalsekretär Kofi Annan plant, für Montag alle 25 EU-Mitglieder und weitere Staaten zu Gesprächen über eine mögliche Friedenstruppe einzuladen, wie aus UN-Kreisen in New York verlautete. An dem Treffen sollten neben den EU-Staaten alle Länder teilnehmen, die an der gegenwärtigen UN-Friedenstruppe im Libanon beteiligt sind. Die Aussenminister der Mitgliedstaaten des Weltsicherheitsrats sollen auf Wunsch von US-Aussenministerin Rice am Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche in New zusammenkommen, um über eine UN-Resolution zu Nahost zu beraten, wie UN-Diplomaten in New York mitteilten. (dapd)

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