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Richard Dorfmeister: Neue Tosca-Sounds – neue Heimat

Seine musikalische Heimat ist Wien. Dabei lebt und liebt Soundtüftler Richard Dorfmeister längst in der Schweiz.

Die neuste Scheibe seines Projekts Tosca hat er nach Sohn Joshua benannt. Richard Dorfmeister hat in den letzten zwölf Jahren den Sound von Wien geprägt wie kein anderer. Ob mit Peter Kruder als Kruder & Dorfmeister oder mit Rupert Huber als Tosca: Der umtriebige DJ und Produzent trug die Wiener Kaffeehaus-Musik im Rhythmus des Downbeat in die ganze Welt hinaus.

Auch auf dem – nach den Initialen ihrer Söhne Joshua, Arthur und Conrad benannten – neuen Tosca-Album «J.A.C.» verweben Dorfmeister und Huber leicht schläfrige, stimmungsvolle Grooves nach bewährter Wiener Schule. Und dies, obwohl Dorfmeister mittlerweile zu Freundin Patrizia Jaeger, der Tochter von Wirtschaftsprofessor Franz Jaeger, nach Zürich gezogen ist. «Selbst wenn wir in London und Reykjavik wohnen würden, für unsere Musik versetzen wir uns geistig immer nach Wien zurück. Das ist unsere musikalische Heimat», sagt Rupert Huber.

Mit dem Track «Züri» wurde Dorfmeisters neuer Heimat auf dem Album doch noch ein Platz eingeräumt. Friedliche, besonnene Klänge treffen dort mit einer treibenden Bassline und einer französischen Stimme zusammen. «Ich würde sagen, wir haben ein gutes, dynamisches, variiertes Listening-Album mit Blues-Einschlag gemacht», führt Dorfmeister selbst aus. Wir sagen: Kaffee bestellen, zurücklehnen, einlullen lassen.

Adrian Schräder/(dia)

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